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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Maschinen sind nach dem System Tonnelier mit einigen Abänderungen, und prägen in einer Minute 50 und mehr Geldstücke.

Die Münze besitzt werth volle Sammlungen von ein­heimischen und ausländischen Medaillen und Geldmün­

zen.

HANDEL.

In Besitze so vieler geschützter Häfen auf seinem Uferdistricte von 1200 Leguas,( 9.920 Kilom.) Ausdeh­nung, ausser einer grossen Anzahl für Dampfschiffe fahrbarer Flüsse, fruchtbarer Ländereien mit verschieden­artigen Climaten, in denen die tropischen, so wie auch die Pflanzen der gemässigten Zonen gedeihen, verfügend über weite Feldflächen und Wälder, reichhaltige Kohlen­lager, Minen von Gold, Silber, Blei und anderen Metallen, so wie bedeutende Diamanten- Lager, macht das Kaiser­reich Brasilien, wie zu erwarten, rasche Fortschritte, seitdem im Jahre 1808 dessen Häfen allen befreundeten Nationen eröffnet worden.

Die Regierung hat dem Handel bedeutende Ver­günstigungen zugestanden, und regulirt den Verkehr mit der grössten Freigebigkeit, für dessen Bedürfnisse sorgend wo dieselben sich auch zeigen mögen.

In der lobenswerthen Absicht den commerziellen Verkehr Brasiliens zu erleichtern und zu entwickeln, gab es den fremden Flaggen die Küstenschifffahrt frei, so wie auch die Gewässer seiner Haupt- Flüsse, Paraguay, S. Fran­cisco, Amazonenstrom bis zur Grenze in einer Aus­dehnung von 580 Leguas oder 3.828 Kilometer, und den respectiven Nebenflüssen; und giebt auf diese Weise allen Nationen ein rühmliches Beispiel des Fortschrittes.