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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Das Gesetz von 1867, welches die vorerwähnte Be­stimmung get offen hatte, schuf innerhalb dieser Bank­anstalt eine Hypotheken- Kasse zur Unterstützung des Ackerbaues, und gab ihr somit eine Organisation, welche der von wirklichen Credit- Gesellschaften bei­nahe gleichkommt.

Bis zum Monat Juni dieses Jahres hat sich ihr Pa­piergeld in Cirkulation von Rs. 45.600: 000$ 000, auf Rs. 31.920: 000$ 000 vermindert.

Von den Filialbanken, die sie in verschiedenen Pro­vinzen eingerichtet hatte, arbeitet nur noch die von St. Paulo; alle übrigen sind liquidirt.

RURAL- UND HYPOTHEKEN- BANK. Sie wurde im Jahre 1853 errichtet, um Geld gegen Hypothek auf Grund­und Lan besit zu geben, und zwar mit einem Capital von Rs. 8.000: 000$ 000, welches verdoppelt wurde, als sie im Jahre 1858 zu einer Cirkulationsbank wurde, von welchem Vorrecht sie jedoch, wie oben erwähnt, zu Gunsten der Brasilianischen Bank abstand.

Da sie auf diese Weise nur eine Depositen- und Dis­kontobank blieb, hat sie bis jetzt nur die Einzahlung von 50 procent von ihrem Capi alfonds beansprucht.

Die Direktion verwaltet noch eine Lebensversicher­ungs- Anstalt, die unter d m Namen« Beschützerin der Familien» sich gebildet hat.

HANDELS- BANK VON RIO DE JANEIRO.- Für Depositen- und Diskonto- Operationen wurde diese Bank im Jahre 1866 gegründet mit einem Capital von Rs. 12.000: 000$ 000, mit Aktien zu Rs. 200$ 000, von denen die Hälfte ausgege­ben ist, und sind bis jetzt Einzahlungen zum Belauf von Rs. 1.800: 000$ 000 gemacht. Neuerdings hat diese Bank darauf angetragen, als Credit- Bankgesellschaft betrachtet zu werden. Die Entscheidung darüber hängt noch von der Regierung ab.