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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Die Handels- Gesellschaft von Rio de Janeiro bewil­ligt Pensionen, welche von ihren Einkünften und dem fundirten Capital abgezogen werden um die verarmten Mitglieder und ihre Wittwen und Waisen zu unter­stützen.

Diese Pensionen, geregelt, je nach den sich aufein­ander folgenden Annuitäts- Jahren, werden von den Mitgliedern bezahlt, sie wechseln zwischen Rs. 360$ 000 und Rs. 840$ 000 jährlich für die Mitglieder, und für ihre Wittwen und Waisen zwischen Rs. 240$ 000 und Rs. 720$ 000.

Mit diesen Pensionen verausgabt die Gesellschaft jährlich eine Summe von Rs. 5: 880$ 000.

BANK INSTITUTE.

In der Hauptstadt Rio de Janeiro.

ban

DIE BRASILIANISCHE BANK. Gegründet im Jahre 1853, mit einem Capital von. Rs. 30.000: 000$ 000 vertheilt in 150,000 Aktien zu Rs. 200$ 000.- Diese Depositen-, Dis­konto- und Wechselbank bekam, in Folge der Verzichtlci­stung der Handelsbank und der Rural- und Hypotheken­Bank, das ausschliessliche Recht, Banknoten zahlbar an den Inhaber zu emittiren, und erhöhte deshalb ihr Capital auf Rs. 33.000: 000$ 000, und die Anzahl der Aktien auf 165.000.

Als derselben im Jahre 1866 nach der Geldkrise von 1864, diese Befugniss entzogen wurde, musste sie an die Amortisation ihrer Noten gehen, wozu ihr ein Zeit­raum von 20 Jahren gestattet wurde, so dass sie jähr­lich wenigstens 5 procent davon einzulösen verpflichtet ist.