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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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denen es in Brasilien 30 verschiedene Arten giebt, gewonnen, und besteht in der pulverartigen Substanz, die sich niedersetzt, wenn man die Masse dieser geriebenen oder zerstossenen Wurzeln eine Zeitlang im Wasser lässt. Der Manioc kommt in beinahe allen Bodenarten der gemässigten intertropicalen Gegend fort, liebt aber tro­ckesen und losen, und hauptsächlich sandigen Boden. Seine Cultur ist eine von dene, welche verhältniss­mässig weniger Mühe kostet. aad Eroq 000200+

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Aus ihm wird das Mehl erzeugt, welches beinahe in allen Provinzen als Kraftmehl, als Kuchen, und in 65 vielen andern Formen als Nahrungsmittel dient.

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Die Tapioca wird mit der grössten Leichtigkeit zube­reitet und wird bei sorgfältiger Behandlung einen be­deutenden Gewinn abwerfen, selbst wenn ihr ge­genwärtiger Preis um 50 procent fallen sollte. ulozit

Um sich hiervon zu überzeugen, braucht nur in Er­wägung gezogen zu werden, dass wie durch die Er­fahrungen eines intelligenten Farmers im Municipium Campos, in der Provinz Rio de Janeiro, erwiesen ist, auf einer Fläche von 100 Quadratbrassen( 220 Qu. Meter), selbst von schlechterer Qualität 40,000 Manioc- Wurzeln gepflanzt werden, welche gewöhnlich 80,000 Pfund ( 36,720 Kilogr.) Tapioca geben, die einen Ertrag von Rs. 4: 800$ 000 bringen, wenn man das Pfund zu dem geringsten Preise von 60 Realen rechnet. Tebesni

Dieses Resultat übertrifft dasjenige, welches der Kaf­fee, das Zuckerrohr, die Baumwolle und andere land­wirthschaftliche Produkte aufweisen.es doido Begood

Ausser diesem Vortheil hat der Manioc noch den, dass er bei seiner Cultur weder grosse Sorgfalt und fetten Boden verlangt, noch auch dass die Fabrika­