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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Dieselbe hat zum Hauptzwecke, Pflanzen und Thiere zu acclimatisiren, Gattungen, Zucht, und Abarten von Thieren und einheimischen Vegetabilien zu vervollkomm­nen und zu vervielfältigen, auch neuerdings eingeführte zu acclimatisiren, zu vermehren, oder deren Produkte dogan nützlich zu verwenden.

Um völlig ihrem Zwecke zu entsprechen, beabsich­tigt die Gesellschaft zoologische und botanische Gärten der Acclimatisation, eine besondere Bibliothek, und eine wissenschaftliche Revue mit Prämien, und Ausstellun­gen der erzielten Produkte zu gründen.

A

INDUSTRIE.

In Brasilien geniessen verfassungsmässig alle Ge­werbe vollkommene Freiheit, insofern dadurch die Sitt­ichkeit, die öffentliche Sicherheit uud der Gesundheits­Zustand keine Gefahr laufen. Sie können von Einzelnen oder in Gesellschaft betrieben werden.

Die Industrie wird durch kein Gesetz, kein Privile gium beschränkt, als nur in dem ausnahmsweisen Fall eines zeitweiligen Monopols zu Gunsten der Erfinder oder Einführer neuer Gewerbszweige.

Obgleich Brasilien kein Industrieland ist, haben doch seine Manufacturen in vielen Zweigen Fortschritte ge­macht.

In der Hauptstadt und in den Provinzen bestehen ansehnliche Fabriken, von denen viele mit Dampfkraft arbeiten und ein grosses Personal beschäftigen.

Einige wetteifern sowohl durch ihre Maschinerien, als durch die Vollkommenheit ihrer Erzeugnisse mit den am weitesten fortgeschrittenen Ländern. Der Beweis dieser