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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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dessen Transport an das Ufer des Stroms, und Aufstellung daselbst sie nach Ueberwindung grosser Schwierigkeiten glücklich ins Werk setzte.

Der Reichthum und die Bedeutung der Produktion der fruchtbaren Thäler des S. Francisco und seiner wasserreichen Nebenflüsse ziehen die Aufmerksamkeit des Handels auf sich, und rechtfertigen die Ueberzeu­gung, dass in kurzer Zeit in seinen Gewässern ein re­gelmässiger Dampfschifffahrtsdienst organisirt sein wird.

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Eisenbahnen.

Da im ganzen Reiche die Vortheile solcher Commu­nicationsmittel bald erkannt wurden, drängen sich die Capitalien vorzugsweise zu Eisenbahnspeculationen.

Im J. 1867 besass das Reich kaum 6 Schienenwege mit einer Ausdehnung von ungefähr 103,5 Leguas( 683,2 Ki­lom.); aber jetzt bestehen schon folgende: 15, welche dem Verkehr eine Ausdehnung von 155,5 Leguas ( 1.026,596 Kilom.) zur Benutzung darbieten; 17 im Bau begriffene, deren Ausdehnungslinie 238,7 Le­guas( 1575,64 Kilom.) beträgt; 12, deren Bahnlän­ge, den Plänen zufolge, auf 366,9 Leguas( 2.421,90 Ki­lom.) veranschlagt wird; und schliesslich 26 concessionir­te, deren Ausdehnung 834,2 Leguas( 5.505 Kilom.) ausma­chen wird.

Wenn wir die brasilianischen Eisenbahnangelegenhei­ten vor und nach dem Jahr 1867, und hauptsächlich nach dem Jahr 1869 in Erwägung ziehen, ergiebt sich ein Zuwachs von 9 Bahnen mit einer Ausdehnung von 52 Leguas( 343.396 Kilom.), welche schon im Betriebe sind. Diese Verhältnisse entsprechen, wenn wir vom er­wähnten Jahre an rechnen, einer Durchschnittszahl von