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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Die Provinzialregierung liess diese Section für die Summe von Rs. 1.800: 000$ 00 contractmässig bauen, was der Summe von Rs. 50: 704$ 225 für jeden Kilometer entspricht.

Die Mauá- Bahn ist wegen ihres früheren Betriebs und auch deshalb bemerkenswerth, weil sie der erste Versuch von Eisenbahnen auf brasilianischem Boden gewesen ist.

Ihre ganze Strecke vom Porto Mauá bis zur letzten Station am Fuss der Serra da Estrella, übersteigt nicht 2,9 Leguas( 19 Kilom.)

Ihre Einnahmequellen, welche in Folge der Concur­renz der Eisenbahn D. Pedro II mehr und mehr versie­gen mussten, fliessen jetzt meistentheils aus dem Trans­port von einigen Produkten aus der nächsten Umgebung und aus der Beförderung von Passagieren, welche in der heissen Jahreszeit die Reichshauptstadt verlassen und Petropolis als gewöhnlichen Aufenthaltsort aufzusuchen pflegen.

Einem Contract zufolge wird die Mauá- Bahn bis Pe­tropolis, d. i. um 3,5 Leguas( 23,1 Kilom.) verlängert werden.

S. PAULO. ATASAS

In dieser reichen Provinz befinden sich 151 Leguas ( 1000 Kilom.) in Betrieb, im Bau, oder sind projectirt und schon concessionirt worden.

Dem Verkehr sind folgende eröffnet worden: Paulista, zwischen Jundiahy und Campinas; ihre Ausdehnung beträgt circa 7,4 Leguas( 49 Kilom.). Ituana, zwischen Jandiahy und Itú, mit einer Bahnstrecke von über 10 Leguas( 67 Kilom.) Die Ausdehnung der beiden beläuft sich also auf 116 Kilom.

Werden gebaut: