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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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völkerung vorzubeugen und den Bedürfnissen derjeni­gen Rechnung zu tragen, welche bei ländlichen Arbei­ten ihre Kinder schwerlich entbehren können.

Verschiedene Ursachen, wie das System des gleichzeiti­gen Studienplans; der Mangel an statistischen Daten, welche die Behörden jetzt sorgfältig sammeln; die ört­lichen Entfernungen; die Zerstreuung der Bevölkerung und andere Uebelstände, ehe sie allmählig beseitigt werden, erschweren die Organisation einer allgemeinen Unterrichtsstatistik für das ganze Reich.

Dessen ungeachtet kann man, nach den eingelaufenen amtlichen Mittheilungen, in Bezug auf die Provinzen za folgendem Resultate gelangen:

notistan A 81

Amazonas.

Diese Provinz verwendet jährlich auf den öffentlichen Unterricht Rs. 61: 3208000 d. h. ein Achtel ihrer auf Rs. 511: 7128312, veranschlagten Einnahme.

Sie zählt 43 Volksschulen, 38 öffentliche und 5 Pri­vatschulen nebst einer Abendschule.

Die Totalsumme der Schüler betrug 1,217, nämlich: 71 für die Privat-, und 1146 für die öffentlichen Schulen. Da im vorhergehenden Jahre der Schulbesuch kaum 740 betrug, so wird eine Zunahme von 954 nachgewiesen.

Die Provinz besitzt ausserdem 4 Privatinstitute für den Secundärunterricht, ein Seminar und eine Art Gymnasium, wo philosophische Grammatik, Portugie­sisch, Fransösisch, Englisch, Pädagogik, Buchhaltung, Elementarmathematik, Geschichte, Rhetorik, Philoso­phie und Zeichnen gelehrt werden.

Unter den Privatinstituten zeichnet sich das Asylo