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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Es besteht aus vier Sectionen:

obred

1° für Zoologie, Anatomie und vergleichende Physio­

logie;

2° für Botanik, Ackerbau und Gewerbe;

3° für Geologie, Mineralogie und Physik;

4° für Numismatik, Archäologie, Kunst, Sitten und Gebräuche der neueren Völker.

Jede Section ist einem Director übertragen, welcher zu seiner Unterstützung einen oder mehrere Adjuncten, einen Supernumerarius und eine nicht bestimmte Anzahl von Prakticanten zuziehen kann. Die Regierung bezeich­net unter den vier Directoren einen als General director. Die Directoren und Adjuncten bilden den Verwaltungs­rath, welchem die Leitung der Anstalt obliegt.

Ausserdem hat das Museum correspondirende Mit­glieder in einheimischen und auswärtigen wissenschaft­lichen Corporationen. Zwei reisende Naturalisten sind für dasselbe als Sammler in den Provinzen des Reichs thätig.

Die Hauptzwecke des Museum's sind, alle Naturerzeug­nisse des Landes zu sammeln und zu untersuchen, und öffentliche Vorlesungen über die in demselben gepflegten Wissenschaften zu halten, um unter dem Volke theore­tische und praktische Kenntnisse in einer ihm verständli­chen Form zu verbreiten.

Das Gebäude steht dem Publikum alle Sonntage offen, kann jedoch auf besondere, bereitwillig ertheilte Erlaub­niss auch jeden anderen Tag, mit Ausnahme des Don­nerstags, besucht werden. Die Zahl der Sonntagsbesucher ist durchschnittlich tausend.

Die bedeutendsten Sammlungen sind: die geologische und mineralogische, welche in drei geräumigen Sälen aufgestellt ist; sie enthält die ehemals dem berühmten