Dokument 
Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
Seite
329
Einzelbild herunterladen

329

Werner gehörigen, und viele von Sellow, der einige Zeit für das Museum arbeitete, gesammelte Mineralien; die zoologische, in dem vorzüglich der ornithologische Theil sehr reich ist, und das ethnographische, welches die Ureinwohner Brasilien's betrifft.

Das Gebäude ist geräumig und enthält viele Säle; doch genügt es nicht mehr für seine in neuerer Zeit sehr vermehrten Sammlungen und für andere in den letzten Jahren eingeführte Verbesserungen.

Das Museum steht mit ganz Europa in Correspondenz, und tauscht bereitwillig seine Duplicate gegen von auswärts ihm zugeschickte naturhistorische Gegenstände

aus.

Man beabsichtigt, in den Provinzen Filial- Museen zu gründen, welche das der Hauptstadt mit den Ergebnis­sen ihrer Sammlungen bereichern, und ihrerseits von demselben die nöthigen Anweisungen für die Classifi­cation und Untersuchung des Gesammelten, sowie den Ueberschuss seiner Duplicate erhalten sollen.

MUSEUM VON PARÁ. Es besteht aus einem vor drei Jahren in der Stadt Belém gegründeten Naturhisto­rischen Cabinet, welches mit geringen Abänderungen nach dem Vorbild des National- Museums eingerichtet ist.

Es wird aus der Provinzialkasse unterhalten und enthält schon einige recht interessante Sammlungen, namentlich archäologische, welche aus der Insel Marajó, und den Gebirgen im Westen der Provinz stammen.

Eine ebendaselbst bestehende ornithologische Samm­lung enthält schätzbare Vögel des Amazonas.

MUSEUM VON MINAS- GERAES. Es ist noch im Entstehen, da es erst vor ungefähr zwei Jahren in der Stadt Ouro­Preto gegründet wurde.