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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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sten einheimischen und fremden Litteraten, neueren ausgezeichneten Philologen und nicht wenige gemischten Inhalts.

Unter diesen mögen Ortiz,( Tratados varios, 1493,) wegen seiner grossen Seltenheit, und Friedrich II ( Oeuvres, 1846, Berlin) wegen der Sauberkeit und Pracht der Ausgabe, angeführt werden.

Die Section der einheimischen und fremden Zeitschrif­ten und Revüen nimmt ebenfalls in der National- Biblio­thek einen wichtigen Platz ein. Sie besteht aus 3.000 Bänden und enthält Sammlungen der in Rio de Janeiro vor und seit der Unabhängigkeit des Reichs erschienenen Journale, und eine nicht geringe Zahl der besten littera­rischen und wissenschaftlichen Zeitschriften Europa's und besonders Frankreich's.

Die Section der geographischen und topographischen Karten und Pläne bildet eine Sammlung von 620 Bän­den, meistens verschiedene Provinzen des Reiches betreffend.

Die Section der Handschriften und Zeichnungen obwohl nur 1.200 Bände stark, besitzt sehr werthvolle und alte Curiositäten und eine interessante Sammlung von Original- Skizzen, darunter einige von den berühm­testen Malern.

Auch besitzt die National- Bibliothek die vollständige Sammlung der mit Unterstützung des Staats erschienenen Flora Brasiliensis von Martius und der sehr selten gewordenen, Flora Fluminensis, von Velloso.

Die Werke über Kunst und Industrie, welche, sobald es der Raum erlaubt, eine eigene Section bilden werden, belaufen sich auf 3.500 Bände, darunter werthvolle Werke über alte und neuere Malerei und Baukunde.