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errichtet, ein. Mit Bestimmtheit kann man behaupten, dass das allgemeine Krankenhaus und die Irrenanstalt desselben in keiner Stadt der Welt ihres Gleichen haben.
In dem Krankenhause wurden, im Verlauf von 18721873, 14,539 Kranke verpflegt. Wiederhergestellt verliessen dasselbe 10,526; 2,946 starben, und 1,067 verblieben noch in Pflege.
Wenn man die 317 abrechnet, welche innerhalb der ersten 24 Stunden nach ihrer Aufnahme starben, so betrug die Sterblichkeit 18%, trotzdem dass viele schon dem Tode nahe Kranke dahin kamen, und dass die Stadt Rio de Janeiro in jenem Jahre viele Monate hindurch mit zwei Epidemieen zu kämpfen hatte.
In dem Krankenhause herrscht beständig die grösste Ordnung und Reinlichkeit, und die Kranken werden mit aller Sorgfalt und Menschlichkeit behandelt.
Dasselbe ist der Fall im Hospicio D. Pedro II, welches ausschliesslich für Geistes- Kranke bestimmt ist, deren Anzahl 393 betrug. In dieser Anstalt, sowie im Krankenhause werden alle Unbemittelte ohne Unterschied des Standes, der Nationalität oder der Religion unentgeltlich verpflegt. Für die Pensionäre jedoch gibt es besondere Zimmer darin.
100
Das Patrimonium der Anstalt beträgt nahe an Rs. 300: 000$ 000.
idsg
Die Pflege der Kranken, so wie die innere nebst der ökonomischen Verwaltung in beiden Anstalten ist barmherzigen Schwestern vom S. Vincenz de PaulaOrden anvertraut.
Ausser den genannten Hospitälern, den besonderen Krankensälen an anderen Orten, und denen, welche unverzüglich eingerichtet werden, sobald irgend eine