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Epidemie stark auftritt, hat die Santa Casa da Misericordia 4 permanente Bureaux für ärztliche Consultationen errichtet,( eines derselben ist mit dem Hospital verbunden, und drei befinden sich in den verschiedenen Stadttheilen und Vorstädten), wo unentgeltlich ärztlicher Rath ertheilt und Arznei verabreicht wird, und wo zu jeder Zeit Aerzte angetroffen werden, welche die Kranken, die daselbst nicht erscheinen können, in ihren Häusern besuchen. Nur in einem einzigen,« Banksaal des Hospitals» genannten, erschienen im Lauf des letztverflossenen Jahres 7,050 Kranke.
Mit der Santa Casa da Misericordia stehen in Verbindung folgende Anstalten:
Das Findelhaus, welches Rs. 208: 000$ 000 im Vermögen besitzt.
Das Waisenhaus, worin sich 135 Mädchen befinden, von denen 2 starben, und 18 entlassen wurden, 8 um sich zu verheirathen. Das Vermögen des Waisenhauses besteht in 119 Staats- Schuldscheinen zum jetzigen Werth von Rs. 124: 000$ 000.
Die Anstalt hat für den Zweck der Aussteuer eine besondere Kasse, in welcher Rs. 215: 400$ 000 in StaatsSchuldscheinen sich befinden; es ergab sich hieraus im Jahre 1872 eine Einnahme von mehr als Rs. 22: 000$ 000.
Das Asyl Santa Thereza, mit einem Vermögen von nahe an Rs. 300: 000$ 000 und in einem prächtigen Gebäude, woselbst hülflose kleine Mädchen aufgenommen, ernährt, gekleidet und erzogen werden; im vergangenen Jahre betrug ihre Zahl zwanzig.
Das Einkommen des allgemeinen Krankenhauses und sämmtlicher dazu gehörigen Anstalten belief sich im Jahre 1871-1872 auf die Summe von Rs. 1.772: 627$ 932, und