Dokument 
Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
Seite
381
Einzelbild herunterladen

Govend

381

der Gemeinde zu verschiedenen Zeiten von der Regierung geschenkten Ländereien; aus Markthallen, Schlachthäu­sern, und den zwei auf Veranlassung des Stadtraths gebauten Schulhäusern.

198

So exurged Die wirkliche Einnahme im letztvergangenen Jahre belief sich auf Rs. 899: 959$ 999, und die Ausgabe auf Rs. 873: 329$ 953.

Die städtische Einnahme ist seit 1830, wo sie nur Rs. 31: 221$ 660 betrug, fortwährend gestiegen. Im J. 1866 belief sie sich auf Rs. 670: 430$ 590, was also für das letzt­vergangene Jahr, einen Ueberschuss von Rs. 221: 529$ 409 über jenes Jahr, und von Rs. 868: 738$ 339 über 1830 aus­macht.

Einige Abgaben, welche in den Provinzen zu deren Einnahmen gehören, werden in der Hauptstadt als Reichs­Steuern betrachtet, und ertrugen im letzten Finanzjahre Rs. 7.062: 000$ 000.

Dafür übernimmt die Regierung die Ausgaben für mehrere Dienstzweige, welche in den Provinzen aus deren Kasse, oder von den Gemeinden bestritten werden, z. B. Strassenbeleuchtung, Versorgung mit Trinkwasser, Lösch- Anstalten, Gefängnisse, Polizei- Mannschaft u. s. w.

Die Stadt S. Sebastião do Rio de Janeiro( Hauptstadt des Reiches) liegt auf der Westseite des Meerbusens von Nictheroy, unter 22° 53' 51" S. B. u. 0° 0'56" W. L., nach dem Meridian des Kaiserlichen Observatoriums von Rio de Janeiro, welches auf dem Castell- Berge dieser Stadt liegt, oder 43° 8' 30" W. Greenwich.

Die Bai von Nictheroy, in welche die grössten Schiffe frei einlaufen können, hat mehr als 30 Leguas( 19,8Kilom.) im Umfang. Ihre Tiefe wechselt im Durchschnitt zwischen 10 bis 15( 22-23 Meter) und beläuft sich an einigen Stellen auf 50 Faden( 110 Meter).