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eine Börse, eine General- Inspection des öffentlichen Unterrichts, eine Handelsschule, ein Blinden- und ein Taubstummen- Institut, ein dramatisches und ein MusikConservatorium, eine Academie der schönen Künste, eine Gewerbschule, ein Museum, ein Staats- und ein MilitärArchiv, ein Militär- Museum und viele Bibliotheken.
Es besitzt ebenfalls eine Obere Sanitäts- Behörde, welche den Sanitäts- Dienst im allgemeinen beaufsichtigt, eine Impfanstalt mit Verzweigungen in allen Provinzen, ein grosses, nur bei Epidemien geöffnetes Marine- Hospital, in bedeutender Entfernung von der Stadt, eine Hafen- Sanitäts- Inspection, Sanitätscorps der Land- und Seetruppen, Privat- Krankenhäuser, Armenhäuser, ein Findelhaus und zwei Waisenhäuser; einen schönen, mit Gas beleuchteten öffentlichen Garten, wo sich viele inund ausländische Pflanzen vorfinden.
Im Weichbilde, ohngefähr 2 Leguas( 13,2 Kilom.) von dem Centrum der Stadt, liegt der an merkwürdigen Pflanzen reiche botanische Garten, mit grossen Rasenplätzen, Alleen und Gartenanlagen, und bei demselben eine Ackerbauschule mit einer Anstalt für arme Kinder, eine Chili- Hutfabrik, eine Anstalt für Seidenzucht, alles unter unmittelbarer Aufsicht des Kaiserlichen Ackerbauinstituts von Rio de Janeiro.
Es besteht ein Todtenhaus zur Aufnahme von auf den Strassen oder im Meer gefundenen Leichnamen; fünf ausserhalb der Stadt gelegene Kirchhöfe, nämlich drei den Brüderschaften von S. Francisco de Paula, Carmo und Penitencia gehörige, und zwei öffentliche, der von S. Francisco Xavier und der von S. João Baptista, beide von der Santa Casa da Misericordia verwaltet; und ausserdem ein protestantischer Kirchhof, den Engländern gehörig.