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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Die Zahl der Creditanstalten, Gesellschaften und anonymen Handels- und Industrie- Compagnien, der litterarischen, wissenschaftlichen, und Unterhaltungs­Gesellschaften, welche an geeigneter Stelle Erwähnung gefunden haben, ist sehr ansehnlich.

Seit einigen Jahren, vornehmlich seit 1867, macht sich bei den Hauseigenthümern eine entschiedene Neigung bemerkbar, ihren Neubauten in der Stadt und in deren Umgebung sowohl in pittoresker als in architektonischer Beziehung ein besseres Aussehen zu geben.

Einige dieser Gebäude sind grossartig und ebenso geschmackvoll als prächtig ausgeschmückt.

Fast alle Strassen sind mit Langwürfelsteinen gepfla­stert, und die Plätze mit Bäumen bepflanzt.

Die öffentlichen Plätze sind:

Der Onze de Junho- Platz, an dessen äusserstem Ende die Schule von S. Sebastião erbaut ist.

Der Constitutions- Platz, in dessen Mitte die schöne, am 30 März 1862 eingeweihte Reiterstatüe D. Pedro I, des Gründers des Reiches, sich erhebt, ein beachtungswür­diges Kunstwerk, das seines Gleichen sucht; dasselbe wiegt 3.744 Arroben( 55.000 Kilogr.), nämlich: das Fussgestell 1.906 Arr.( 28.000 Kilogr.), die Statüe selbst 817 Arr.( 12.000 Kilogr.), die zwei grösseren Gruppen 681 Arr.( 10.000 Kilogr.), und die kleineren 340 Arr. ( 5.000 Kilogr.)

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Der des Herzogs von Caxias, vor der Gloriakirche, der Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei.

Der Platz von S. Francisco de Paula, vor der Kirche desselben Namens, auf welchem vor einem Jahre die Bild­säule von José Bonifacio de Andrada e Silva, zum