Dokument 
Bergbau und Hüttenwesen : (Gruppe I) ; Montanproducte mit Ausnahme der fossilen Brennstoffe (Gruppe I, Section 1) ; Bericht / von Franz v. Vivenot
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen

Montanproducte.

15

Hervorzuheben find noch die fchönen Opale, die an Feuer in manchen Stücken die ungarifchen übertreffen und in Knollen von Braun- Eifen tein vorkom­men, welche fich in einem grofsen Kalkzuge eingelagert finden, der die Grundlage jener grofsen öftlichen Ebene bildet, die von den Flüffen Rivers und Thompfon eingefchloffen wird. Die Vorkommniffe von Kupfer, Blei, Zinn, fowie auch Marmor und Bauftein- Sorten find noch namhaft zu machen.

Eine prächtige Ergänzung zu diefer Ausftellung Queenslands bildeten die von Mr. Dantree, früheren Geologen der Colonialverwaltung, bearbeiteten Bilder über die Producte der Colonie und die Lebensweife ihrer Bewohner, wobei erfichtlich gemacht ift, wie diefe von der geologifchen Befchaffenheit des Bodens abhängig find.

Von Neu- Seeland waren Proben von Alluvialgold aus Otago, Nelfon und Weftland, dann goldhältiger Quarz, Rubin und Rubinfand, Dunit( der von Hochftetter benannte Olivinfels), Nephrit, filberhältiger Bleiglanz, Eifen- und Kupfererze, Erden und Skelette der neufeeländifchen Riefenvögel( Moas) aus dem Canterbury Muſeum zu Chriftchurch, welch letzteres der Leitung des Dr. Julius Haaft unterfteht, exponirt. Um fich eine Vorftellung von den Verhält­nifsen diefer Riefenvögel zu machen, mögen nachftehend die Dimenfionen der wichtigſten Species erwähnt werden. Der Riefenmoa( Dinornis giganteus) mifst 9 Fufs 10 Zoll; der elephantenfüfsige Moa( Palapteryx elephantopus), welche dem neuholländifchen Casuar verwandter ift, als dem Kiwi, dem heute noch lebenden flügellofen Vogel Neu- Seelands, mifst 5 Fufs 9 Zoll und der grofse Moa( Dinornis ingens) 5 Fufs 6 Zoll, endlich der dodoähnliche Moa( Dinornis didiformis) 4. Fufs 3 Zoll. Im obigen Muſeum befinden fich noch Dinornis crassus, robustus upd casuarinus. Die meiften Ueberrefte davon wurden bis jetzt in der Umgegend des Vorgebirges Egmont, an der Mündung des Fluffes Maingongoro in Glenmark, und in den Provinzen Nelfon und Canterbury entdeckt.

Von den weft afrikanifchen Befitzungen war Goldftaub zu fehen.

Italien.

Hier find die fchönen Marmorforten, die Schwefel, Cöleftine und Aragonite von Girgenti, die Anglesite von Monteponi befonders hervorzuheben. Aus dem Venetianifchen war das Kupferwerk zu Agordo und das Queckfilber- Bergwerk von Val alta vertreten. Ferner war Schwefel aus Cefena, Borfäure aus Saffo und Kaolin aus dem Römifchen, Asbest, ausgeftellt von der Handelskammer in Civita vecchia von Val- Malenco, vorhanden. Pläne von diverfen Bergwerken, dann Karten von der geologifchen Commiffion für Italien, von Centralitalien, 8 Blätter im Mafs­ftabe 1: 50.000 von Ig. Cocchi der lombardifchen Alpen, des St. Gotthard mit. einem Profil des bereits im Bau begriffenen Tunnels von Giardano, endlich eine Karte des Mont Cenis von Cavaliere Gaftaldi in Turin vervollſtändigten diefe Ausftellung.

Portugal

hatte fchöne Marmore, dann filberhaltige Erze aus Beja und Porto, Antimonerze und Strahlenblende, letztere in grofsen nierenförmigen Geftalten exponirt.

Rumänien

ftellte verfchiedene Erze, Ozokerite und lithographifche Steine dann Mineralwäffer von 40 Quellen aus.