Kaifer Ferdinands- Nordbahn
Staatsbahn
Auffig- Teplitzer Eifenbahn
Südbahn
Bufchtěhrader Bahn.
Mineralifche Kohle.
Kohlenfracht in Millionen Zoll- Centnern
167
Kohle beträgt
von dem Gefammtgüterverkehre Percente
36.6
44.8
34 1
33.9
30.2
87.0
20'4 215
27.8
70 5
In dem inneren Kohlenhandel Oefterreichs nimmt die Reichshauptstadt Wien als Centrum und Kreuzungspunkt der gröfsten Eifenbahn- und Dampferlinien und als mächtigfter auch in feiner induftriellen Bedeutung rafch wachfender Verbrauchsplatz von mineralifchem Brennftoffe die erfte Stelle ein.
Der Verbrauch von Kohle in Wien ift neuen Urfprunges. Seit ihrem Beftehen verforgte fich die Stadt mit billigem Holze aus dem Wiener Walde und den oberhalb an der Donau gelegenen Alpenforften. Nur Roffitzer Kohle wurde. fchon vor etwa drei Menfchenaltern zum Gebrauche der Schmiede in Hunderten von Wagen regelmäfsig nach Wien und deffen Umgebung gebracht.
Mit Zunahme der Bevölkerung und den Anfängen einer Grofsinduftrie begann die Nachfrage nach Kohle, und da war es namentlich Heinrich von Drafche, der eigentliche Begründer und hochverdiente Förderer der öfterreichifchen Kohleninduftrie, welcher zuerft für die Ziegeleien in der Nähe der Stadt und fpäter auch für andere Zwecke Kohle zuführte. Diefelbe kam aus den kleineren niederöfterreichifchen Becken( Zillingdorf, Gloggnitz u. a.), welche der Stadt näher lagen als Roffitz.
Mit der Eröffnung der Eifenbahnen kamen allmälich gröfsere Zuflüffe mineralifchen Brennftoffes nach Wien: die Nordbahn brachte Oftrauer, Roffitzer fpäter oberfchlefifche Kohle, die Südbahn führte fteierifche, die Weftbahn Traunthaler Braunkohle herbei.
Mit der Franz Jofef- Bahn wurde das Pilfener Becken, mit der Nordweftbahn das Waldenburger und in letzter Zeit mit der Elbethal- Bahn und dem Prager Flügel der Franz Jofef- Bahn das erzgebirgifche Revier für Wien direct erfchloffen. Wien als Confumtionsplatz von Kohle zerfällt in zwei Theile, nämlich die durch die fogenannten„, Linien" umgürtete eigentliche Stadt und die Vororte. Ueber den Kohlenverbrauch des inneren Stadtgebietes befitzen wir amtliche Aufnach welchen fchreibungen zu Zwecken der Verzehrungsfteuer gemacht
-
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die Einfuhr von Brennholz und Kohlen in die innere Stadt betrug:
Brennholz
im Jahre 1850 832.775 Cubikmeter,
Kohle
49.542 metrifche Tonnen
99
99
1857
"
...
770.158 1862 713.476
"
73.083 131.268
99
" 9
99
"
99
" 9
1864 701.061
I54.359
97
22
95
1872 770.294
99
255.900
99
99
Danach hat der Verbrauch von Brennholz in dieser Zeit beträchtlich abgenommen, der Verbrauch von mineralifcher Kohle von 1850 bis 1862 um 164 9 Percent und in dem Jahrzehnte von 1862 bis 1872 um 949 Percent zuge
nommen.
Ueber die Bevölkerungszahl und den Kohlenverbrauch innerhalb der Linienwälle geben wir folgende Daten: