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Franz Kupelwiefer.
Unter den Ausstellungen der Eifenwerke des Mittelrheins ift ferner die von L. Fr. Buderus hervorzuheben. Derfelbe erzeugt auf der Hütte zu Germania bei Neuwied Puddlings- und Herd- Frifcheifen, welches auf Schwarzblech, verzinntes und verzinktes Blech verarbeitet wird. Die verzinkten Bleche werden als Specialität für Dachbedeckungen erzeugt. Die Production beträgt im Jahre bei 55.000 Centner Schwarzblech, 11.300 Centner Weifsblech und 5500 Centner verzinktes Blech.
Zu erwähnen ift noch die hiftorifch- intereffante Thatfache, dafs in diefem Bezirke in der Hütte Reffelftein Deutſchlands erfter Puddlingsofen 1824, die erfte Walzenftrafse mit kalibrirten Walzen 1825 betrieben und 1835 die erfte EifenbahnSchiene gewalzt wurde.
Oberpfalz und Oberfranken in Baiern. Gewerkschaft von Achthal, Hammerau und Hohenafchau ftellten vorzügliche Gufswaaren und unter diefen Walzen, weich in Maffe gegoffen, fowie Hartwalzen, aufserdem auch noch Stabeifen aus.
Das gröfste Etabliffement diefes Bezirkes ift die Maximilianhütte bei Regensburg. Es befitzt diefe Eifenwerks- Gefellfchaft einen Holzkohlen- Hochofen zu Rittenau in der Oberpfalz, welcher jährlich bei 40.000 Centner Roheifen erzeugt, dann 3 Coaksöfen zu Rofenau, welche bei 700.000 Centner erzeugen und 2 Hochöfen zu Unterwellenborn in Thüringen, welche bei 260.000 Centner Roheifen und darunter auch Spiegeleifen erzeugen. Die Erze, welche verarbeitet werden, find theils Spath- und Braun- Eifenfteine, theils Roth- und Magnet- Eifenfteine, theils Eifenglanze etc. von im grofsen Durchfchnitte meift nahe 40 Percent Eifengehalt. Die Beffemerhütte mit zwei Convertern erzeugt per Jahr etwa 100.000 Centner Stahlingüffe, jedoch meift aus angekauftem Roheifen und wird diefes Product zur Erzeugung von Stahl- Kopffchienen verwendet.
Die Jahresproduction der Raffinirwerke erreicht 850.000 Centner, wovon bei 500.000 Schienen find.
Zu erwähnen ift noch das königlich baierifche Hüttenamt zu Bingen und das königlich württembergifche Hüttenwerk zu Wafferalfingen, welches nebft Erzen Roheifen und Gufswaare ausftellte.
Königsbronn ift wegen Ausftellung feiner vorzüglichen Hartwalzen ganz befonders hervorzuheben.
Saarbrückener Bezirk. Gebrüder Gebrüder Baron Gienanth bei Kaiferslautern. Das Werk derfelben befteht aus einer Beffemerhütte mit zwei nicht fehr grofsen Convertern, in welchen per Jahr bei 30.000 Centner Stahl erzeugt werden. Ein Theil( circa 5000 Centner) wird an der Hütte für StahlFaçongufs, der ziemlich hübfch ausfieht, verwendet, ein Theil,( circa 7000 Centner,) wird unter Hämmern ausgefchmiedet, um in Handel gefetzt zu werden. während der Reft in Form von rohen Stahlblöcken verkauft wird. Erwähnt mufs werden, dafs Gienanth anführt, im Jahre 1868 bereits weifses Roheifen zum Beffemern angewendet zu haben. Ob diefs current oder nur verfuchsweife der Fall war, wie die Refultate waren, ift leider nicht angegeben. Gienanth ftellte Bruchproben, Qualitätsproben, Façon- Stahlgufs etc. recht hübfch aus.
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Gebrüder Kraemer zu St. Ingberth. Ein altes, jedoch grofses und den Anforderungen der Neuzeit entſprechend erweitertes Hüttenwerk, welches 1350 Arbeiter befchäftigt, und aus dem in fünf Hochöfen erzeugten Roheifen im Jahre 1872: 535.000 Centner Stabeifen, 36.000 Centner Walzendraht und 37.000 Centner Schrauben, Nägel etc. producirte. Das Weicheifen zeigt eine fehr ſchöne Sehne und find unter den Ausftellungsgegenständen befonders lange Winkeleifen hervorzuheben. Erwähnt mufs noch werden, dafs diefes Werk auch Gienanth'fchen Beffemerftahl verarbeitet und diefsbezügliche Producte ausftellte.