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Franz Kupelwiefer.
erzeugt werden, welche nach dem erften Abfchmieden ins Waffer geworfen werden, damit die Umgänzen fichtbar werden und ausgehauen werden können, hierauf werden diefelben nochmals gefchweifst und ausgewalzt. Ebenfo werden auch die bekannten polirten Eifenbleche erzeugt. Die Jahresproduction des Werkes befteht in 116.000 Centner Stab- und Façoneifen, 150.000 Centner diverfer Bleche, 108.000 Centner Rails und circa 8000 Centner diverfer Stahlforten.
Die Hüttenwerke von Kataw- Iwanowfk des Fürften Bielofelsky- Bielofersky erzeugen aus Braun- Eifenfteinen mit 50 Percent Eifenhalt mittelft Holzkohlen. graues bis weifsftrahliches Roheifen, welches theils in Herden theils in Puddlingsöfen auf Stabeifen verarbeitet wird. Der Schweifsprocefs wird mit Holz in Siemensöfen durchgeführt. An Stahl wird etwas Puddlingsftahl und Cementftahl erzeugt. Die Gefammtproduction beträgt circa 130.000 Centner.
Die Hütten des Bezirkes Goroblagodat erzeugen aus vorzüglichen Erzen des Berges Blagodat etwa 340.000 Centner Roheifen, welches theils auf Stabeifen verarbeitet, theils zum Gufs von Projectilen verwendet wird.
Die Eifenhütten von Kifchtim der Raftorgujefffchen Erben erzeugen etwa 285.000 Centner Roheifen; daraus 30.000 Centner Gufs, 150.000 Centner Schmiede- und Walzeifen, fowie 1500 Centner Nägel und mattes fowie polirtes Blech.
Glanzblech erzeugten weitaus am fchönften die der Gräfin Nadine Stenbock- Fermor gehörigen Hütten. Aus den beften Magnet- und Braun- Eifenfteinen mittelft Holzkohlen erzeugtes graues Roheifen wird theils in Holzpuddlings- Oefen theils in Herden gefrifcht, in Siemensofen gefchweifst und auf Stabeifen und Bleche verarbeitet. Die Glanzbleche verlieren auch felbft beim Biegen ihre fchöne glänzende Oberfläche nicht. Die Erzeugung des Werkes befteht aus 360.000 Centnern Roheifen, 200.000 Centnern Stabeifen und Bleche.
Eine hervorragende Stellung nehmen die beiden grofsen Gufsftahl- Fabriken. von Permund von Oboukh off bei St. Petersburg ein. Jede diefer Fabriken erzeugt Tiegel- Gufsftahl und befchäftigt fich überwiegend nur mit der Erzeugung von Gufsftahl- Gefchützen, Projectilen, Bandagen und Achfen. Jede der beiden Fabriken befitzt einen Dampfhammer von 1000 Centner Gewicht, von welchen die erftere ein Modell desfelben, fowie das Modell der 12.426 Centner fchweren Chabotte in natürlicher Gröfse ausgeftellt hat.
Das zwölfzöllige Gufsftahl- Gefchütz, welches die zweite Hütte neben anderen kleineren ausftellte, hat ein Gewicht von 40.491 Kilogramm( 80.982 Zollpfund), ift fomit um 3891 Kilogramm fchwerer als das von Krupp exponirte Gefchütz; das Projectil hat ein Gewicht von 294-8 Kilogramm( 589.6 Pfund) und die Pulverladung beträgt 516 Kilogramm( 103 2 Pfunde).
Bei der Fabrication diefer Gefchütze wird befonderes Gewicht auf die Vornahme von Feftigkeitsproben bei allen einzelnen Theilen des Gefchützes gelegt. Cylinder, die beim Ausbohren des gefchmiedeten Hauptrohres abfallen, werden durchbohrt und mit hydraulifchen Preffen auf ihre Widerftandsfähigkeit verfucht. Von jedem Ringe der aufgezogen wird, müffen Feftigkeitsproben durchgeführt werden. Das Materiale der Ringe mufs etwas härter und fefter fein als das des Hauptrohres, damit das Gefchütz die gröfste Widerftandsfähigkeit erhalte. Aufserdem ftellte diefelbe Hütte Gufsftahl- Achfen und Radreifen aus, welche, ohne dafs ein Nachdrehen erforderlich gewefen wäre, 15.432 deutfche Meilen zurückgelegt haben. Die Qualität der dafelbft erzeugten Radkränze fcheint eine ganz vorzügliche zu fein, da diefelbe Hütte auf der Ausftellung in Petersburg 1870 ein Stück ausftellte, welches 21.523 deutfche Meilen durchlaufen hatte, ohne nachgedreht worden zu fein.
Die dritte Gufsftahl- Hütte Rufslands, ein Staatswerk in Zlato o uft, hat aufser Hochöfen eine Tiegelgufsftahl- Hütte und Waffenfabrik.
* Ueber die Fabrication fiehe Tunner ,, Reife in Rufsland" Seite 142.