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Thierzucht : (Gruppe II, Section 2) ; Bericht / von Johann Pohl
Entstehung
Seite
23
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Thierzucht.

Oefterreichs Rinderhandel.

Einfuhr

Jahr

Ausfuhr

Einfuhr

Jahr

Stück

Ausfuhr

Stück

1831

65.089

31.040

1852

80.851

32.348

1832

79.905

34.411

1853

64.932

38.125

1833

78.636

32.114

1854

50.537

24.450

1834

53.938

29.177

1855

49.239

29.429

1835

76.774

27.948

1856

61.809

26.899

1836

101.887

27.733

1857

48.801

35.144

1837

92.641

30.180

1858

73.600

30.707

1838

89.878

28.751

1859

73.233

38.285

1839

92.061

27.244

1860

60.148

47.010

1840

100.253

30.135

1861

86.196

47-538

1841

88.925

30.304

1862

83.511

39.431

1842

95.133|

32.361

1863

62.181

35.472

1843

IIO.175

55.659

1864

57.947

43.635

1844

114.333

45.180

1865

38.757

66.663

1845

61.574

35.853

1866

46.189

73.431

1846

89.815

35.161

1867

71.169

78.316

1847

86.548

31.843

1868

108.923

46.274

1848

31.029

13.543

1869

115.024

70.955

1849

56.937

12 383

1870

IIO.421

54.781

1850

74.130

32.434

1871

94.227

63.505

1851

71.522

30.673

23

Einen eigenthümlichen Eindruck machen dagegen die Kinder der ungari­fchen Steppen, die in ihren äufseren Formen, fowie in ihren Eigenfchaften, fich nicht fo recht eigentlich mit den uns für die Beurtheilung des Rindes geläufigen Kriterien meffen laffen. Von beachtenswerther Seite wurde darob ihr Werth ange­zweifelt und andererfeits wieder dem entgegen von fehr in die Verhältniffe ein­geweihter Seite ihnen derfelbe zuerkannt. Wir wiffen, dafs Ungarn uns ein Rind liefert, das ausgezeichnet zum Zuge ift, das einen ausgiebigen und rafchen Schritt hat, das Ausdauer befitzt und das damit gleichzeitig, Dank feiner harten und ftarken Haut fowie feiner fonftigen Organiſation, gegen Witterungseinflüffe grofse Wider­ftandsfähigkeit vereinigt. Daneben gibt es ein fehr brauchbares Maftungsmateriale, von dem wir ein feinfaferiges und fchmackhaftes Fleiſch erhalten. In Milchergie­bigkeit und Frühreife fteht es allerdings hinter den weftlichen Racen zurück, aber es läfst fich ficherlich behaupten, doch nicht in höherem Grade, als es fich durch feine befonderen Vorzüge auf der anderen Seite wieder auszeichnet. Kurz, das ungarifche Rind wird dadurch eine eigenthümliche und prononcirte Schöpfung, die eigens beurtheilt fein will. Im Haushalte feines Organismus haben fich in Folge deffen, dafs es unausgefetzt mit den den Steppen Ungarns eigenthümlichen Witterungsverhältniffen und ihrer häufig wiederkehrenden Futternoth ohne viel Unterſtützung von Seite des Menfchen zu kämpfen hat, Eigenheiten entwickelt, die es einzig und allein zum Widerftande gegen diefe Schädlichkeiten befähigen. Solange letztere aber wirkfam bleiben und man ihnen durch andere Hal­tungsweife nicht aus dem Wege gehen kann, dürfte das ungarifche Rind für feine Heimat nichts von feinem Charakter entbehren können. Dem entgegen lehrt uns aber die Erfahrung, dafs die zunehmende Cultur, die ein Wachfen des menfchli­chen Einfluffes auf die Natur einfchliefst, diefe Widerwärtigkeiten mit immer