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Appreturmittel und Harzproducte : (Stärke und Stärkeproducte, Albumin, Casein, Leim, Hausenblase, dann Lacke, Firnisse, Siegellacke etc.) ; (Gruppe III, Section 7) ; Bericht / von Wilhelm Friedrich Gintl, Prof. am dt. polytechn. Landesinst. zu Prag
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Appreturmittel und Harzproducte.

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me Auf der Ausftellung waren von chinefifchen Lacken und Firniffen mehrere Proben zu fehen, die jedoch, wie es den Anfchein hatte, fei es durch Alter, fei es durch mangelhafte Aufbewahrung, nicht unwefentlich gelitten haben dürften. ib Die Ausftellungsobjecte beftanden theils in rohen Firniffen, theils in far­bigen Firniffen und Lacken. So fanden wir zwei Proben von rohem Firnifs von Shanghae, und zwar eine lichter und eine dunkler braune Sorte, von eigenthüm­lich gelatinöfer, dabei aber zäher Befchaffenheit, wobei die lichtfärbige faft durchfcheinend war. Der Preis diefer Firniffe, die von eigenthümlich ranzigem Geruche waren, war für die dunkelbraune Sorte zu 38 Taels,* für die lichtere zu 20 Taels per Pikul notirt. Ein als präparirter Firnifs bezeichnetes, ebenfalls gelatinöfes, braunfärbig durchfcheinendes Präparat von ähnlichem Geruche, wie die beiden genannten Proben, war von Ning po ausgeftellt; ebenfo eine Probe eines ähnlich gelatinös zähen, aber faft fchwarzbraunen als roher Firnifs bezeich­neten Productes. Nebft diefen, wie man uns mittheilte, aus dem Safte der im indifchen Archipel einheimifchen Stagmaria verniciflua hergeftellten Firniffe waren fowohl von Honkow als auch von Swatow Proben eines lichtgraubraunen zähen und fich fett anfühlenden Lackes ausgeftellt, deren Preife zu 30 Dollars per Pikul angegeben war, fowie endlich ein unferen Afphaltlacken ähnlich fehen­der, halbflüffiger fchwarzer Lack von eigenthümlichem Geruche. Leider war von dem übrigens fehr zuvorkommenden Vertreter der chinefifchen Ausftellungs­objecte nichts über die Herftellungsart oder die Verwendungsweife diefer Fabrikate zu erfahren. 14 mibogado gantimiss Mathadian mullsfHus tiho Von dildejlic idowsin ind bay Judo Japan hatte fowohl Proben eines von Rhus vernicifera ftammenden, dem dunkelbraunen Firniffe von Shanghae fehr ähnlich fehenden Firniffes, als auch angeriebene Firnifsfarben von meift fahlen Nuancen ausgeftellt, doch fehlten leider auch hier nähere Angaben über die Art der Herftellung diefer jedenfalls intereffanten Erzeugniffe. dibiarged sin dab tod gumilofter sid

qqu Japan hatte übrigens neben feinen Firnifslackmuftern und Proben von Lackanftrichen auf Metallen diverfe zur Lackbereitung verwendete Ingre­dienzen und Werkzeuge ausgeftellt. Unter den erfteren fanden wir eine thon­ähnliche Maffe, dann Zinnober, Fichtenholzkohle, Lampenrufs, Hirfchhorn­rufs u. f. w., welch' letztgenannten wefentliche Gemengtheile ihrer fchwarzen Lacke zu fein fcheinen. Von ähnlichen Harzen, wie fie die europäiſche Lack­fabrikation verwendet, war nichts zu bemerken und namentlich fehlte auch Schellack, bezüglich deffen von mehreren Seiten behauptet wurde, dafs derfelbe neuerer Zeit von den Japanefen zur Herftellung ihrer Goldlacke verwendet werde. is suist ob Isalin astisbanded slagro im doladowo maloib

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Immo indai alib rodolew med Es würde nun nur noch erübrigen, einer Induftrie zu gedenken, deren Producte, welche, wiewohl fie nichts mit jenen der Harzinduftrie gemein haben und nur im weiteften Sinne des Wortes als Appreturmittel aufzufaffen find, in die Reihe der anderweitigen Producte der chemifchen Induftrie" eingereiht wurden und daher an diefer Stelle befprochen werden müffen. 2 g sib bal ine Wir meinen jene Fabrikate, die unter dem Namen der Schuh- und Stiefelwichfe bekannt find.102 919bacted sais site is ins M

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Es läfst fich über diefe bei allen cultivirten Völkern eingebürgerten Induftrie producte kaum etwas Neues fagen, da die Fabrikation derfelben ziem­lich auf der gleichen Stufe geblieben ift, auf welcher fie bereits vor Decennien ftand. Durchwegs haben wir es in diefen Fabrikaten entweder mit Mischungen zu thun, die der Wefenheit nach aus Knochenfchwarz beftehen, deffen Calcium­phosphat meift durch entsprechende Zufätze von Schwefelfäure, wohl auch roher

* S. pag. 38.

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