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Die Steinwaaren (Gruppe IX, Section 1) : Bericht / von Heinrich Wolf
Entstehung
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Steinwaaren.

7.

Gothland, von Roslagen, von Storsjö, von Gothland, welche zu Treppenftufen, Thür- und Fenftergewänden, Sockelplatten, Schleif- und Mühl­fteinen verwendet werden.

Sämmtliche Stücke waren mit der genauen Formationsangabe verfehen. Der für diefe Sammlung ausgegebene Katalog weifet vielfach die fpeci­fifchen Gewichte der Gefteine, ihre wafferauffagende Kraft, fowie deren Ver wendungen nach, und führt auch die monumentalen Bauten des Landes an, welche aus diefen Materialien zur Ausführung gelangten. Wurde mit der Fort fchrittsmedaille ausgezeichnet.

Deutfches Reich.

Das Deutfche Reich bot nur für feine neu erworbenen Provinzen Elfafs- Lothringen im Elfafser Bauernhaufe und im deutfchen Adnexe eine Zuſammenftellung der Steinarten, meift in 6zölligen Würfeln oder in Rohftücken dar. Es find daraus hervorzuheben die Gipfe von Woltenheim, Willgot­heim im Strafsburger Kreis, von Zimmersheim im Mühlhaufer Kreis. Die Liaskalksteine von Polter, die Jura- Kalksteine von Queulen im Metzer Kreife für die Cementfabrication; die Buntfandfteine und Vogefenfandfteine( Trias f.) und Quarzitfandfteine von Mockweiler, Waffelnheim, Bühl und Sierk, für Mühl-, Schleif- und Pflasterfteine.

Die Granite von Wind ftein, Krut, Rufs.

Die Syenite und Grünfteine von Markirch, Belfofs. Die Porphyre von Rufs, Urbach und Burbach.

Die kryftallinifchen Kalke von Rappoltsweiler Die rothen, grünen, weifsen und fchwarzen Marmore von Rothau, Schirmek und Rufs.

Diefe Gefteine, welche fich auch für Decorationszwecke eignen, waren fcharf behauen, theilweife auch in fchön gefchliffenen und polirten Exemplaren ausgeftellt. Diefer in mehr als 300 Stücken beftehenden, wohlgeordneten Samm lung( in Gruppe II und IV eingetheilt) wurde von der Jury der Gruppe XX ,, Das Bauernhaus mit feinen Einrichtungen und feinen Geräthen" mit anderen im elfäfsifchen Bauernhaufe aufgeftellten Gegenftänden die Verdienftmedaille

zuerkannt.

Andere ähnliche Sammlungen lagen aus dem Deutfchen Reich nicht wie­der vor, man müfste nur die einzelnen Handftücke, welche die bergakademifche Mineralien- Niederlage zu Freiberg ihren übrigen Sammlungen zu Unterrichts­zwecken eingereiht hatte, hieher rechnen wollen oder jene fünf unregelmässigen Blöcke von Keuperfandftein und Mufchelkalk aus Mittelfranken von Hohen­landsberg und Nordheim, welche wegen der Bezeichnung: Aus dem Fürftenthum Schwarzenberg", in die öfterreichifche Abtheilung, Gruppe XVIII, im Hofe 14 B, verftellt waren.

Oesterreich

zeigte durch die von der k. k. geologifchen Reichsanftalt durchgeführte Zufammenftellung der nutzbaren Mineralftoffe aus den alten erbländifchen Pro­vinzen und theilweife auch aus Ungarn in fyftematiſcher Formationsfolge nach den Hauptgebirgsfyftemen innerhalb der Monarchie, dem hercynifchen, dem karpathifchen und dem alpinen Gebiete gruppirt, die Reichhaltigkeit und die Güte des in diefen Landestheilen vorhandenen Materiales.

In mehr als 800 Nummern waren die Baufteine, die Mühl- und Wetz­fteine, die Dachfchiefer, hydraulifchen Kalke als Rohftein und im verarbeiteten Zuftande, die feuerfeften Thone, die Glasquarze und andere Zufchlagsmateria lien, fowie die Erdfarben in fyftematifcher Folge aufgeftellt. Die fämmtlichen