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Papier und Papierzeug : (Gruppe XI, Section 1) ; Bericht / von Emil Twerdy
Entstehung
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Papierinduftrie.

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fifche Papier auszeichnet. Für Fensterpapier oder zu Laternenwänden wird das Papier mit einer Flüffigkeit getränkt, die durchfcheinend macht, für den Gebrauch als Leder oder als wafferdichter Stoff wird es mit befonderen Harzen und Oelen vorgerichtet; für Gefchirre, in welche man kalte und heifse Flüffigkeiten giefsen will, wird die dicke Papiermaffe mit einem unvergleichlichen Lack überzogen, deffen Grundlage gefchlämmter feiner Thon ift.

Die Anregungen, welche die Befucher der Wiener Weltausftellung in der japanefifchen Ausftellung erhielten, werden vielleicht auf die gefammte Papier­fabrication eine umgeftaltende Wirkung haben, und die Verwendungsarten werden vielfeitige Nachahmung finden, wenn man es bei uns verftehen lernen wird, die verfchiedenften Stoffe der Papierfabrication dienftbar zu machen.

Faffen wir die Charakteriſtik der einzelnen Papierausftellungen kurz zufammen, fo ergibt fich, dafs nur Oefterreich- Ungarn und Deutfchland quanti­tativ und qualitativ in ausgiebigfter Weife aufgetreten waren, Frankreich, England und Rufsland quantitativ fchwach dagegen durch ihre beften Erzeugniffe, China und Japan mit feltenen und vielfeitigen Producten vertreten waren, wogegen fich alle anderen Papierexpofitionen in hohem Grade lückenhaft erwiefen. An der Spitze der Papierinduftrie ftehen heute wie vor 1867 England, Frankreich, Deutſch­land und Oefterreich.