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Kupfer- und Stahlstich-Druck (Gruppe XII, Section 2 und Gruppe XXV, d.) ; Lithographie und Chromographie (Gruppe XII, Section 4 und Gruppe XXV, c.) ; Berichte / von Louis Jakoby ; Conrad Grefe
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Kupfer- und Stahlftich- Druck.

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machen dürften, wenn unfere Staatsdruckerei in wahrhaft des Staates würdiger Weife den Weg zeigte und fich nicht von Privatinftituten in Schatten ftellen liefse?! Ich glaube, dafs hier unfere fchwächfte Stelle ift. Bei den vorliegenden Mitteln kann aber auch am leichteften der Hebel angefetzt werden, um nicht allein diefe Anftalt fructificiren, fondern auch Ausgezeichnetes, Erfreuliches und den Staat Ehrendes leiften zu laffen.

Es ist wohl hier am Platze, nach der Befchau und der Beurtheilung auch das zu erwähnen, was wir bei uns nicht gefehen.

In der deutfchen und franzöfifchen Abtheilung nicht allein, auch in der der Schweiz fahen wir eine Kunftinduſtrie( ich weifs keinen paffenderen Ausdruck dafür), die wir bei uns vergeblich fuchen, von der wir nur im Handel die Bedeutung für uns in Oefterreich erkennen. Es find diefs kleine, religiöfe Darftellungen im Stich, die zum Cultus gehörig, eine aufserordentliche Verbreitung finden. Ich entfinne mich wohl vor mehreren Jahren eines, von hohen und erlauchten Namen unterzeichneten Programmes, das in patriotifchem Sinne abgefafst, uns in feiner Ausführung vom Auslande unabhängig gemacht hätte. Leider fcheint es bei dem Programme geblieben zu fein, und wir haben heute dem Verlag von Manz in Regensburg, Schulgen in Düffeldorf, Benziger in Einfiedeln( Schweiz), Mame& fils in Tours, Hachette& Comp. in Paris nichts Gleichbedeutendes gegenüberzuftellen.

Durch manche Erkenntnifs bereichert gelangen wir zum Schluffe.

Das einfache Zahlenverhältnifs, das numerifche Uebergewicht Frankreichs

allein zwingt uns fchon, an eine Abhilfe zu denken.

Wir haben erfehen, dafs das, was uns fehlt, nicht Mangel an Begabung ift. An dem fchnellen Erblühen und Umfichgreifen der Gefellfchaft für ver­vielfältigende Kunft" haben wir ebenfo erkannt, dafs diefe Kunft auch auf Theil­nahme im Volke rechnen darf.

Was uns fehlt, find die Kräfte und ihre ruhige, ftetige Fortbildung in Inftitutionen, die diefes Ziel unverrückt vor Augen behalten.

Einft war es die Lithographie, jüngft die Photographie, die ihre falfchen Propheten erzeugten und dem Kupferftich den Boden entziehen wollten.

Es mufs defshalb, wie in Frankreich feit mehreren hundert Jahren, Für­forge getroffen werden, dafs die Sache, von allen Erfindungen und Zeitftrömungen unbehelligt, ficher ihrer Wege gehe.

Es ift hier nicht der Ort, ein Programm über das Wie und Was aufzuftellen. Schaffen wir ihr die Gelegenheit und die Kunft wird uns ihren Dank nicht fchuldig bleiben.