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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
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J. F. Radinger.

Cylinder gegenüber jener im Schieberkaften üben, und fche nt aus den. Wunfche nach beften Diagrammen entftanden zu fein.

Diefe hängen aber nicht nur von den abfoluten Canalquerfchnitten allein, fondern auch von der Weite ab, auf welche fie die Schieber öffnen. Die Steuerung war hier durch eine Couliffe beforgt, in welcher der Regulator den Gleitbacken der Schiebeiftange ftellt. Der Ausfchlag fiel daher defto kleiner aus, und die Eröffnung gefchah( trotz gleichen linearen Voreilens) defto zögernder, je kleinere Füllung zur Verwendung kam. Da nun die Mafchine in der Ausftellung nur mit

geringer Kraftentwicklung zu arbeiten hatte, fo waren kleine Füllungen dort normal und das Dampfdiagramm des Hochdruck Cylinders zeigte nur folche von 15 bis 18 Percent. Dabei war fchon das Einftrömventil nur wenig geöffnet benützt und hinter den Kolben kam nur wenig mehr als 1 bis 2 Atmoſphären Admiffionsfpannung. Wo aber die dop­pelte Droffelung vom Handventil und halb öffnenden Dampffchiebern zufam­menwirken, kann der Nutzen der weiten Einftrömcanäle nicht fichtbar werden, welcher bei hoher Füllung und offener Rohrleitung unzweifelhaft klar werden

müfste.

A er auch die Wirkung des weiten Ausftröm- Querfchnittes blieb in der Ausftellung verwifcht. Denn die kleine Spannung und Füllung im Hochdruck­cylinder brachte bereits in diefem einen Enddruck hervor, der meift weit unter die Atmoſphäre ging, und bei der Mehrzahl der( von mir) aufgenommenen Dia gramme bis auf o 4 des abfoluten Vacuums fiel. Da von hier erft diefer Dampf in den dreimal gröfseren Niederdruck Cylinder ftrömte, fo fank dort feine Spai­nung noch weiters und es war kein Verdienft der Rohrweiten, dafs von dem o'9 Atmoſphären Vacuum des Condenfatois während des Austrittes o 8 im grofsen Cylinder erfchienen

Der Kolben des letzteren wurde bei der Ausftellung mafchine nur eben mitgefchleppt, denn nachdem bereits im kleinen Cylinder die Expanfion bis weit unter den Luftdruck fank, fo traf den grofsen Kolben nur fchwache Pref fungsdifferenz. Diefe erreichte kaum 02 Atmoſphären zu Beginn des Hin­ganges, und dürfte kaum genügt haben, deffen eignen und feines Geftänges Rei­bungen zu überwinden, gefchweige

denn jene Befchleunigungsdrücke zu geben, welche die Maffe nur um der vom kleinen Kolben erzwungenen Bewegung zu folgen braucht.

Thatfächlich brach der grofse Kolben im September 1873 und von nun an arbeitete diefe Mafchine mit dem kleinen Cylinder allein; der grofse ward nach Wegnahme aller beweglichen Theile nur wie eine Erweiterung des Ausftrömrohres zum Con denfator hin belaffen, und die Mafchine ging bei der gleichen Stellung des Einftrömventiles wie vor und ehe.

Entzogen fich fo auch die Canalquer fchnitte der Beurtheilung, fo war diefs doch nicht mit der Steuerung der Fall. Ich habe zahlreiche Diogramme zu verfchiedenen Zeiten und mit verfchiedenen Indicatoren von diefer Mafchine auf­genommen und das beiftehende Bild( drittel Naturgröfse) spricht wohl deutlich, was am Voreilen und dem Abfchluffe fellt.