Gebrüder Sulzer in Winterthur.
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Riemenfcheiben betrieb. Es war eigentlich eine einzige mit hoher Zwifchenwand gegoffene Scheibe, und dabei erfuhren die Lager wenig von den Riemenzügen, indem diefe nach beiden Seiten fymmetrifch unter 45 Grad nach aufwärts wirkten. Die 240 Millimeter dicke Schwungrad- Welle lag dann rückwärts in einem dem Kurbellager völlig ähnlichen Stuhle, vor welchem fie fo weit vorftand, um eben die Kurbel eines Zwillingsantriebes aufnehmen zu können.
Die Mafchine wog ohne Rad, aber fonft mit Luftpumpe etc. complet 11850 Kilogramm oder 7'45 Kilogramm per ein Quadratcentimeter Cylinderbohrung.
Der normale Arbeitsdruck beträgt fünf Atmosphären, und nach verlässlichen Verfuchen braucht dabei eine gröfsere Mafchine bei circa 10 Percent Füllung 8.7 Kilogramm Dampf per Stunde und Indicator Pferd. Diefer wird mit 1'47 Kilogramm guter oder 2.56 Kilogramm geringer Kohle per Stunde und Pferd erzeugt, welche Refultate wohl nicht merkwürdig günftig, dafür aber defto wahrheitsgetreuer erfcheinen.
Gebrüder Sulzer's kleine Mafchine. Als Mufter ihrer kleineren Mafchinen lag eine Conftruction in zwei Gröfsen vor, welche eine ganz vorzügliche Anordnung zeigten.
Aehnlich der grofsen Mafchine war der Cylinder doppelwandig mit Einftrömung von unten, welche durch den Dampfmantel und ein oben eingepafstes Handventil, aber dann in den feitlich angegoffenen Schieberkaften gelangt. In diefem arbeitete eine dem Principe nach Meyer- Steuerung, welche fich von der Originalform derfelben nur dadurch unterfchied, dafs der Rücken des Vertheilfchiebers, worauf die Expanfionsplatten arbeiten und diefe felbft nicht eben, fondern nach einer Cylinderfläche geformt waren, deren Achfe in der ExpanſionsSchieberftange lag.
gleichfchenklichen, aber aufgebogenen Trapezes.
Die Aufsen, das ift die Arbeitskanten der Deckplatten, fowie die Mündung der Durchlafsfpalten am Rücken des Vortheilfchie. bers ftanden aber nicht fenkrecht zur Hubrichtung wie fonft, fondern( nach derfelben Spitze) zulaufend wie die Seitenlinien je eines
Die beiden Deckplatten waren zufammengegoffen und ihre geneigten Arbeitskanten länger als jene der Durchlafsfpalten. Eine Winkelbewegung der Expanfions- Schieberftange, welche das Decktrapez mit einem ein gelaffenen Vierkant mitnimmt, wird daher zur Folge haben, dafs fich diefes über jenem Trapez verfchiebt, welches die Durchlafsfpalten umrahmend gedacht werden kann. Dadurch kommt eine längere oder kürzere Deckbafis über die Spalten, das heifst die Entfernung der Aufsenkanten der Meyer'fchen Platten vergröfsert oder verringert fich und die Expanfion wächft oder finkt.
Diefe Winkelbewegung der Expanſions Schieberftange, welche nicht 90 Grade für alle Füllungsftufen zu umfaffen braucht, kann nun leicht durch den Regulator hervorgebracht werden, der ftatt an dem Arm der Droffelklappe hier an dem der Stange wirkt. Um die hin und hergehende Bewegung der letzteren zu geftatten, ift felbftverſtändlich der Arm nur vierkantig oder mit einem Längskeil auf diefe gefteckt, und durch zwei Bunde an der Nabe vor Verschiebungen gefchützt.
Diefe ganze Vorrichtung( Rieder- Steuerung), welche übrigens auch an der grofsen Mafchine von G. Siegl in Wien zu finden war und an vielen Mafchinen