Clayton& Shuttleworth
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Die Dampfwege für Zu- und Abftrömung find in jeder Mafchine gleichweit und befitzen 57 Millimeter Durchmeffer in den 8. und 63.5 Millimeter Durchmeffer in den 10pferdigen Locomobilen, was je 1/16 Cylinder- Querfchnittsfläche entspricht und bei den verwendeten Kolbengefchwindigkeiten für die Einftrö mung reichlich langt( Conftante 22 und 1/24).
Der Cylinder ift in normaler Weife auf den Keffel gefetzt. Er ift auf der Seite gegen die Keffelmitte zu mit einem angegoffenen Schieberkaften verfehen, von welchem genau in der höchften Linie des Heizmantels ein runder Angufs durch einen Ausfchnitt des Bleches in den Dampfraum des Keffels niederreicht. Diefer enthält nach innen und abwärts gekehrt die Einftrömfpalte, welche durch den metallenen, Regulator", d. i. den ebenen Anlafsfchieber geöffnet und gefchloffen wird. Die Spaltenöffnung ift mit einer Bronceplatte armirt und der Schieber in einem aufgefchraubten Rahmen geführt der fein Herabfallen hindert, aber auch den Drehpunkt für den von aufsen kommenden Regulatorhebel enthält, welcher mit einem kurzen angefchmiedeten Arm und Lenkglied die fchliefsende Platte verfchiebt. Wo die Regulatorftange aus der Stirnwand des Keffels austritt, ift aufsen der Vordertheil der Stopfbüchfe zu eier grofsen Kreisplatte erweitert, an der fich in gefchmackvoller Weife die Firma un die Nummer der Mafchire eingegoffen befindet, welche aber auch die Anfchläge für den Regulatorhebel trägt.
Die Einftrömungsfpalte geht nun in den kurzen Dampfweg über, welcher nach fchwacher Krümmung nach vorne in den Schieberkaften und zwar unmittelbar hinter den Vorder- Stopfbüchfen der Schieberftangen mündet. Dort ift aber der umfchliefsende Gufs des Dampfweges noch dünnwandig, bis ungefähr auf der Höhe des Schieberkaftens fortgefetzt, um die Droffelklappe aufzunehmen, deren Welle unter den Schieberftangen hereinführt.
Um die Wände diefes Droffelanfatzes bohren und den Kern beim Gufs des Dampfmantels tragen zu können, find noch einige paffende Löcher ein gegoffen, welche theils wie erfteres mit einem Conus von innen oder die drei letzteren mit Gewindfchrauben gefchloffen werden.
Die Kolben find zweitheilig, mit zwei Gufsringen und einer einzigen Stahlband Unterlage ausgeftattet und ihr Deckel hält nur durch die Hinterfchraube allein, mit welcher das conifche Kolbenftangen Ende fchliefst. Vorne am Cylinderdeckel beginnen vier fchmiedeiferne Führungslineale, welche knapp neben dem Gabel- Kreuzkopfe hinlaufen und deffen zwei Führungsbacken aufnehmen. Diefe liegen mit der unteren Fläche direct auf, während die obere Fläche mit einer Bronceplatte und einem Längskeil armirt ift, der durch zwei äufsere Schrauben ftellbar ift. Die Mafchine arbeitet demnach für gewöhnlich verkehrt, um die Eigengewichte zur Entlastung der Führung zu benützen.
Die Schubftange trägt an beiden Enden offne Bügelköpfe mit Innenkeilen. Die Borten des Kurbelendes find ftark verlängert, um gröfsere Auflagflächen zu gewähren. Die Kurbelwelle ift aus beftem fehnigen Eifen und mit runden Uebergängen abgebogen, wodurch die Sicherheit gegen einen Bruch beffer als bei gefchmiedeten Kurbeln gewahrt wird; fie liegt in zwei Lagern, deren jenes auf der Schubftangenfeite mit einer Stellfchraube in der Aufsenwange, und jenes beim Schwungrad mit einem Bodenkeil und zwei vom Deckel aus ftellbaren Keilfchrauben regulirt werden kann. Die Schalen des erften Lagers find einfach zwei theilig mit verticaler Fuge und jene des zweiten Lagers unterfcheiden fich von diefen noch durch die eingelegte Bodenplatte.
Die Lager felbft find nun von jederfeits zwei 9 Millimeter dicken Stehblechen getragen, welche flachkantig gegen die Druckrichtung auf den Keffel genietet find. Die Stehbleche find völlig concruent und parallel und halten den oben auffitzenden gufseifernen Lagerkörper durch jederfeits zwei Schrauben an zwifchen einhängenden Lappen. Schönheitshalber ift vorne der weite Raum unter den Lagern durch je eine dünne und gefenterte Blechplatte gedeckt, wodurch das Ganze faft wieder das Ausfehen eines Gufsftänders bekommt. An den Fufs