Clayton& Shuttleworth.
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Druckventile find. Zwifchen dem erften und zweiten Druckventile aber mündet das dünne Ende eines liegenden Hahngehäuſes, welches gefondert angefchraubt ift, und deffen Kegel aufser einem normalen Querdurchgang noch einen Winkeldurchgang vom dünnen Ende her nach abwärts bietet. Oben leitet nun ein Theilrohr der Ausftrömung zu diefem Hahne und durch ihn und ein unten angefetztes Retourrohr in den Wafferkübel zurück, aus welchem das Rohr unter dem Saugventile fchöpft. Nun läfst fich der Hahnkegel entweder fo ftellen, dafs beim Leergang der Pumpe unbenütztes Waffer durch den Winkeldurchgang und Abdampf durch den geraden Durchgang gleichzeitig paffirt, oder dafs nur das Retourwaffer, aber kein Abdampf eintreten kann oder während des Speifens kein
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Waffer, dafür aber abziehender Dampf ins Refervoir gelangt.
Diefs wären die wefentlichften Theile der Clayton und Shuttleworth'fchen Locomobile, welche nicht nur ihrer Mufterconftruction halber hier fo ausführlich bedacht erfcheinen, fondern auch aus dem Grunde, weil circa der dritte Theil der auf der Erde arbeitenden Mafchinen folcher Gattung aus den Werkstätten diefer Firma hervorgingen, welche heute fchon die Erzeugung der 14.000ften Mafchine beginnt.
Es ift felbftverſtändlich, dafs alle Detaile vollendet find. Die Stopfbüchfen, gekuppelten Cylinderhähne, die Excenterringe etc. glänzten in theilweife überreich verwendeter Bronce. Eine der beften Eigenfchaften diefer Firma ift endlich noch das confequent durchgeführte Nummernfyftem, welches eine Nachbeftellung oder Auswechfeln einzelner Beftandtheile gegen Angabe der eingegoffenen Nummer geftattet, ohne dafs irgend eine Dimenſion oder Zeichnung des gewünſchten Theiles einzufchicken wäre. Das Erſatzftück pafst dann fofort. 8. und 10- pferdigen Mafchinen wiegen 3400, 4300 und 4900 Kilogramm und koften 281, 330 und 387 Pfund Sterling loco Wien.
Die
6.
Ranfomes Sims& Head. Die Locomobile diefer Firma reihen fich den beften der Ausftellung an. Die Keffel-, fowie Heiz- und Bremsproben, welche ich an einer folchen Mafchine vornahm, find im vorangegangenen Keffelbericht zu finden und hier erübrigt nur zu fagen, dafs die Cylinder doppelwandig gegoffen, aber mit angefchraubten Schieberkäften verfehen find. Vorne fetzten fich vier gufseiferne Geradführungs- Schienen an, zwifchen welchen der normale Kreuzkopf läuft. Die Schubftange endet an der Kurbelkröpfung mit einem Lagerkopf, deffen Deckel durch zwei Schrauben an die Flanfchenausfchmiedung der Stange fchliefst und die Schalen zwifchen hält.
Die Wellenlager find fchief nach einwärts geneigt, aber die Lagerblöcke erhöhen fich auf der Aufsenfeite und bilden oben je ein Auge, durch welches je eine Zugftange fchief über den Lagerdeckel hin zum Cylinder führt. Dort finden fie ähnliche Augen wie vorne und halten beide mit je einer Vorder- und Hintermutter zufammen. Die Steuerung gefchieht bei den gröfseren Maſchinen von zwei Excentern, deren inneres feftgekeilt ift, während das äussere durch einen Schlitz mit Schraube dagegen verftellbar gehalten wird.
Alle Mafchinen diefer Firma befitzen Regulatoren mit einer federbelafteten Manchette. Die Feder windet fich direct um die Spindel und ift von einem Meffingrohre umfchloffen. Das Regulatorgeftänge geht unter dem Cylinder durch und greift auf der anderen Seite der Mafchine in die Droffel.
Die eincylindrigen Mafchinen haben
bei 197 und bei 254 Millimeter Cylinder
وو
99
Hub
330 140 Touren per Minute
279 arbeiten mit 150
99
was 14
15 Meter Kolbengefchwindigkeit per
99
Secunde gibt.
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