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Die Motoren : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger, Prof. der k.k. techn. Hochschule in Wien
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J. F. Radinger.

Um die Triebkraft zu verftärken, will Siemens fpecififch fchwerere Flüffig. keiten, etwa Queckfilber verwenden, und um diefs zuzulaffen, find fämmtliche Theile der Maſchine aus Eifen. Will man den Dampf des Queckfilbers hintanhalten, fo bedeckt man dasfelbe mit einer Wafferfchichte.

Das von einer Gasflamme geheizte und im Gange befindliche eine der beiden ausgeftellten Modelle konnte mit einem Finger der Hand aufgehalten werden. Beim gröfseren der beiden Modelle war die äufserfte Schalenfläche nach einer Halbkugel von 700 Millimeter Radius gekrümmt, auf welche fich noch eine 125 Millimeter hohe Cylinderfläche anfetzte. Der Halbmeffer der innerften Wand mafs 390 Millimeter. Der Gefammtrauminhalt der heifsen Schale betrug 330, der der kalten Schale 140 und der mittlere Inhalt der Verdrängflüffigkeit 240 Liter.

Magneto- elektrifche Mafchine, Syftem Gramme.

Diefe Mafchine gehört nicht in den Rahmen diefes Berichtes und fie wurde von ihrem Erfinder nur als zur Erzeugung continuirlicher Ströme für die Galva­noplaſtik, des elektrifchen Lichtes, zur Entzündung von Minen und für medicinifche und chemifche Zwecke geeignet erklärt.

Da fie jedoch die elektriſchen Ströme durch äufsere Arbeit erzeugt, und umgekehrt durch elektriſche Ströme Arbeit zurückzugeben im Stande ift, fo fcheint fie vielleicht mehr als eine andere Mafchine zur Ferntransmiffion von Arbeit geeignet, und da ich nicht nur mit der kleinen in der Ausftellung gewefenen, fondern auch' fpäter mit einer bedeutend gröfseren folchen Maſchine Verfuche vornahm, fo mag Folgendes darüber bemerkt werden:

Die Gramme'fche Mafchine befteht im Wefentlichen aus einem Magnet, zwifchen deffen beiden Polen ein Elektromagnet von einer neuen Form durch eine Riemenfcheibe betrieben rotirt.

Diefer Elektromagnet befteht nun aus einem ringförmigen Kern von weichem Eifen, um den herum ein ifolirter endlofer Kupferdraht gewunden ift. Man kann diefen Theil alfo auch aus einem gewöhnlichen geraden Elektromagnete entstanden denken, den man kreisförmig zufammengebogen und dann nicht nur an beiden Enden des Eifenkernes, fondern auch an beiden Drahtenden verlöthet hat.

Man erhält fo einen Elektromagnet ohne Ende, da fowohl der Eifenkern als auch der ihn umhüllende Draht keine Unterbrechung erleiden.

Diefer Draht ift wohl ohne Ende, indeffen in z. B. 40 Sectionen oder Ele­mente eingetheilt, von denen jedes 100 Windungen haben mag, fo zwar, dafs das Ende des einen der betrachteten Elemente zugleich der Anfang der Windungen des folgenden ift.

Denkt man fich nun ein einzelnes Element( ideell) aus der Verbindung mit den anderen durch einen Schnitt getrennt und dreht man die Scheibe zwifchen den Polen des natürlichen Magnetes, zwifchen welchen diefer Elementenring gelagert ift, fo wird der Eifenkern bei der Annäherung an einen der Pole magne­tifch und folglich entſteht( wie fchon Faraday 1831 entdeckte) in dem ihn umwin­denden Drahte ein inducirter elektrifcher Strom.

Diefer Strom wird feine Richtung ändern, wenn fich der Eifenkern von dem betrachteten Pole entfernt und fich dem entgegengefetzten nähert.

Denkt man fich nun wieder das Element, wie es wirklich befteht, mit all feinen Nachbarn verbunden, fo leuchtet es ein, dafs in dem Drahte des rotirenden Ringes zwei Ströme von entgegengefetzter Richtung entſtehen, indem der Vor­gang des einen Elementes in allen übrigen wiederkehrt.

In irgend einem Durchmeffer( es ift jener, welcher fenkrecht auf die Ver­bindungslinie der beiden Pole fteht) wird die Umkehrung der Ströme erfolgen und es ift klar, dafs, wenn auch die Stromftärke in den einzelnen Elementen je nach ihrer augenblicklichen Entfernung vom Pole des Magnetes verfchieden iſt, doch ihre Summe ftets diefelbe bleibt, denn in dem Mafse, als ein Element unter