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Dampfkessel : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von J. F. Radinger
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Die Röhrenkeffel von Pauckfch& Freund.

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Arbeitern fchwer fallen, und feine Anlagekoften kommen principiell hoch, nach­dem fo viel ungeheiztes Aufsenblech mitwägt und werthet.

In Krupp's Werken follen 25 folcher Keffel im Betriebe und weitere 24 im Baue dafür begriffen fein.

Die Ausftellungskeffel trugen die Fabriksnummern 274 und 275 und wogen circa je 6500 ohne, 11.250 Kilogramm mit den Armirungsgegenständen.

Die Röhrenkeffel von Pauckfch& Freund.

Die Dampfkeffel von Pauckfch& Freund in Landsberg an der Warthe find einfache, aber in mancher Hinficht wefentlich verbefferte Röhrenkeffel.

Ausgeftellt und im Betriebe waren deren zwei von je 1.88 Meter Durch­meffer und 5:02 Meter Länge, welche je 92 eiferne 76 Millimeter im Lichten weite Siederohre durchzogen.

Die Heizflächen berechnen fich daraus rund auf 121 Quadratmeter; fie konnten bis 6 Atmoſphären Ueberdruck gefpannt werden und beftanden je aus vier Trommeln 12 Millimeter dicker, an den Langftöfsen doppelt genietheter Borfigbleche, welche Stärke in o8 Dp+ 3 zu paffen fcheint.

Die Böden waren aufgebogen und mittelft acht wohlvertheilter Anker­fchrauben durch die ganze Länge des Keffels hindurch verbunden.

Die Rohre zogen nicht in einer gefchloffenen, fondern in zwei zu beiden Seiten gleichmässig geordneten Gruppen von Boden zu Boden und liefsen ihrer ( und der Keffel-) Länge noch einen Zwifchengang von circa 30 Centimeter Breite frei. Diefer Raum erweiterte fich aber abwärts noch auf die Breite des unteren Feuerzuges, fo dafs die ganzen Feuerplatten völlig blofs und der Befichti­gung und Reinigung zugänglich blieben.

Die Heizung gefchah nämlich von einem Rofte aus, welcher vorne unter dem Keffel lag und feine Gafe zueift unter diefem hin, durch die Rohre ftirn­wärts und dann zu beiden Seiten des Keffels zurück- und zum Schornftein fandte. Das Mauerwerk, welches jeden Keffel umgab, hatte in der Stirnwand zwei Oeffnungen, die die Flucht der beiden Rohrgruppen umrahmten und war mit einer grofsen gufseifernen Stirnplatte armirt, welche Thüren vor jenen Oeffnungen befafs. Durch diefe Thüren konnten die Rohre mehrere Male( bis fechs Mal) des Tages durchbürftet und von jener Flugafchen- und Rufsfchichte befreit werden, welche fonft den Zug und die Wärmeleitung hemmt.

Zwei kleinere Thüren in jener Stirnplatte erlaubten das Reinigen der Seitenzüge.

Ferner lief im Mauerwerk unter dem Keffel und noch unter dem erften Feuerzug ein Gang, gleichfam als Verlängerung des Afchfalles hin, welcher wohl von letzterer abgefchloffen, aber doch durch ein Einſteigloch befahrbar blieb.

Im Gewölbe diefes Canales war rückwärts ein Schlitz, durch welchen der Schmutz einfiel, welcher beim Durchftofsen der Rohre nach hinten kam, und durch den auch ein Mann in die Feuerzüge und zur zweiten Rohrwand gelangen konnte.

War fo für die Reinigung und Befichtigung der Züge und Bleche des Keffels von Aufsen mit einer feltenen Vollkommenheit geforgt, fo war diefs bezüg­lich der Innenfeiten nicht minder der Fall.

Auf der letzten Trommel hinten fafs oben ein niederes Mannloch direct am Keffel; vorne unten aber ftiefs an die Rohrwand ein Vorkopf, welcher durch die Stirnmauer und die Gufsplatte reichte und einen aufgefchraubten Deckel trug. Durch beide Oeffnungen war der Keffel zugängig, richtig ventilirt und Dank des Rohrganges" bot fich die Reinigung der Feuerplatten und der meiften Rohrflächen leicht.

Nun foll aber in Folge zweier weiterer Eigenthümlichkeiten der Anord­nung ein felteneres Reinigen genügen. Denn nachdem fich im Gang" zwifchen

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