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Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von Victor Novelly, Ing.
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Keffelarmaturen.

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Erkenntnifs der bekannten Uebelftände der Hähne zu diefen Zwecken eine allge­meine zu fein.*

Für beftimmte Zwecke jedoch ift auch den Hähnen ein gewiffer Vortheil eigen, der fich auch durch die grofse Anzahl der in der Maſchinenhalle ausge­ftellten( meiftens blos in ihren Dimenfionen unterfchiedlichen) Hähnen kundgab. Unter allen jedoch war nur der in der englifchen Abtheilung von Whitley Partners ausgeftellte Hahn nach Farron" von allen anderen abweichen d.

Nebenftehende Figur zeigt denfelben im Verticalfchnitte und ohne Weiteres ver­ftändlich. Kücken und Gehäufe find aus Bronce, bedürfen weder Schmierung noch einer Packung.

Die Figur zeigt das kleinfte Modell in Naturgröfse und werden folche bis zu fünf Centimeter Durchgangsöffnung angefertigt.

Einen fehr fchön gearbeiteten Metall­hahn mit Gehäufe, in Riefendimenfionen ausgeführt, hatte die Firma F. Hager in Wien ausgeftellt.

Derfelbe hatte 165 Millimeter Durch­gang, 325 Millimeter Flantfchendurch­meffer, 450 Millimeter von Flantfche zu Flantfche und eine Hahnlänge von 700 Millimeter, Alles aus Meffing.

Die Speife, Dampf, Abfperr- und Ablafsventile waren allge­mein noch nach den alten bekannten Conftructionen, mit Stegen und Schrauben­fpindel in Verwendung.

Für Letzteres waren, mit ganz geringer Ausnahme, Hähne angewendet. Unferes Wiffens hatte blos ein englifcher Keffel ein Champignonventil, ohne Stege und auf fcharfem Ventilfitze ruhend, zu diefem Zwecke in Thätigkeit.

In der deutfchen Abtheilung hatte Schäffer. Budenberg in feiner Ausftellungsgruppe Ventile mit flachem Halbkugel- Ventilkegel( champignonartig), bei welchen die Führungsfchraube nach oben über dem Kegel angebracht ist, ausgeftellt. Den Ventilfitz bildet die innere Kante der flach abgefchliffenen kreisrunden Ventilöffnung, welche durch diefe Conftruction den vollen Quer fchnitt liefert.

Nach demfelben Principe hatte diefe Firma ein Patent- Univerfalventil", welches fich fowohl als Durchgangs-, wie auch als Eckventil für alle Winkel zwifchen 180 und 90 Grad verwenden läfst.

Das Gehäufe bildet eine vollkommene Kugel, an welcher fich im Winkel von 90 bis 180 Grad die Rohrftutzen und Flantfchen, für Ein- und Ausgang anfchliefsen. Die Kugel ift unter 45 Grad durch die Mitte gefchnitten und bilden diefe Schnittflächen gedichtete, mit Feder und Nuth verfehene Drehungs­flächen.

In der oberen Halbkugel befinden fich die Ventilöffnung, das Ventil und die Ventilftange mit der Stopfbüchfe; letztere fteht fenkrecht, alfo auch einen Winkel von 45 Grad mit der horizontalen bildend; in der Schnittfläche der Kugel ift die Ventilöffnung in einem Stege angebracht, deffen Verlängerung einen Bolzen bildet, der, in der Achfe der Ventilfpindel fich befindend, die untere Halbkugel durchbricht und mittelft einer Schraubenmutter von Aufsen angezogen

* Blos im franzöfifchen Keffelhaufe waren Hähne zu diefen Zwecken in Verwendung.

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