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Die Kesselarmaturen und Schmiervorrichtungen : (Gruppe XIII, Section 1) ; Bericht / von Victor Novelly, Ing.
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Schmiervorrichtungen.

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De la Coux in Paris, einer der gröfsten Fabrikanten für Schmierapparate, legt in feine Nadelöler ein Siebrohr ftatt der vollen Hülfe, gegen Unreinigkeiten und zum Zwecke langfameren Oelausfluffes.

In der That haben diefe Nadelöler irgend ein Oelausflufs- Verzögerungs­mittel nöthig, da in den meiften Fällen aus Furcht vor zu geringer Schmierung die Nadel recht feft abgefeilt, und der eigentliche Vortheil diefes Apparates iluforifch gemacht wird; andererfeits jedoch kommt fehr häufig vor, dafs der Raum zwifchen Hülfe und Nadel fo ftark mit dem unvermeidlichen Oelfatze ver­fetzt wird, dafs gar kein Oel durchfliefst, und dem nur durch Abnehmen und Reinigen des Apparates abgeholfen werden kann; natürlich nimmt der Maſchinift dann wieder eine noch dünnere Nadel und erweitert vielleicht noch dazu. die Hülfe, um einem Verftopfen, refpective Reinigen auf längere Zeit auszu­weichen.

Aus diefen und anderen Gründen halten wir die eigentlichen Lieuvain'­fchen Nadelöler einfachfter Conftruction für den beften Schmierapparat diefes Syftems. Bei deffen Anwendung gilt der Grundfatz: für jeden Schmierort einen Wechfelöler ftets vorräthig zu haben, der für den Fall, dafs der eine Oeler leer wird, diefer durch den anderen bereit gehaltenen gefüllten fofort erfetzt werden kann, hiebei mufs unwillkürlich die Hülfe durch die Nadel felbft( beim Stellen) gereinigt werden, und kann ein Anfetzen während der verhältnifsmässig kurzen Functionsdauer nicht platzgreifen.

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Diefs Auswechfeln gefchieht um fo leichter, als eben diefe urfprünglichen Nadelöler eine fehr einfache Manipulation erheifchen und fehr wohlfeil find( auf der Ausftellung waren diefe in jeder Gröfse mit 1 Franc bewerthet).

Fixe Nadelöler, das heifst folche, die einmal eingefchraubt auch immer fo bleiben, und zum Füllen des Oeles einen verfchraubbaren Deckel haben, hatte De la Coux unter der Benennung: Graiffeur blindé ausgeftellt. Diefe be­ftehen je aus einem ftarken Glascylinder, der in einer mehrfach gefchlitzten Meffing­hülfe( Blindage) eingebracht ift und oben einen mit Lederdichtung verfehenen, eingefchraubten Deckel hat. Solche waren auch von J. Blake borough in der englifchen Abtheilung und von mehreren amerikanifchen und deutfchen Ausftellern gebracht.

Merkwürdig erfcheint der Umftand, dafs Lieuvain allein feine Nadel am unteren Ende gerade abfchneidet, und alle übrigen autorifirten Erzeuger Lieu­vain'fcher Nadelöler diefen eine olivenförmige Abrundung geben; jedenfalls ift diefs das Richtigere;-wenn wir jedoch bedenken, dafs das untere Ende diefer Nadel fich in kürzefter Zeit an die Drehungsfläche des von ihr berührten Mafchinentheiles fchmiegt und deffen Fläche annimmt, zur fabriksmäfsigen Er­zeugung jedoch jedenfalls das Lieuvain'fche Verfahren billiger zu ftehen kommt, fo entfällt wohl der einfeitige Vortheil der abgerundeten Nadel, der fich während kurzer Zeit beim Beginn der erften Ingangfetzung kundgibt.

Unter der Benennung" The Havre Lubricator" fanden wir in der engli­fchen Abtheilung einen Nadelöler( mit Lieuvain's Patent bezeichnet), welcher aus einer oben und unten abgefchnittenen Glaskugel mit Meffingarmirung und verfchraubtem Deckel beftand und an das zu fchmierende Lager anzufchrauben ift. Die Nadelhülfe geht durch den Glasbehälter und hat an ihrem oberen Ende die Schraubenmutter für die am Deckel befindliche Schraube, welche nun fo die ganze obere Meffingarmirung mit der unteren verbindet; diefe Hülfe hat an meh­reren Stellen ihres Umfanges kleine Löcher, die jedoch erft circa einen Centi­meter vom Boden des Gefäfses beginnen und fo das Schlammabfetzen ermög­lichen und einem zu rafchen Verftopfen der Hülfe vorbeugen, zugleich auch als Moderateur für den Oelabflufs dienen.

Die fogenannten ärodynamifchen Schmierbüchfen erlitten blos ihren Formen nach Aenderungen, und zwar fanden wir allgemein die gefälligere