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Apparate der chemischen Grossindustrie : Abdampf- und Destillir-Apparate für Laboratorien und pharmaceutische Zwecke, Eismaschinen und Apparate der Leuchtgasfabrication ; (Gruppe III) ; Bericht / von Johann Stingl, Präparator an der k.k. techn. Hochschule in Wien
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Deftillir- und Abdampfapparate für pharmaceutifche Zwecke und Laboratorien.

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Fig. 1.

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Man erreicht diefs durch die Deftillation mittelft gefpannter Dämpfe, welche bei ihrer Wirkung auf die abzudeftillirende Sub­ftanz zwar ihre Span­nung verlieren, aber hiebei doch eine Tem peratur von 100 Grad Celfius befitzen, fo bald fie zur Wir kung kommen. Einrichtung

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diefer Apparate be­fteht in einem Dampf­erzeuger nach Art des Papin'fchen To­pfes mit Sicherheits­ventil und Thermo­meter. Wenn der Dampf in diefem Theile des Apparates die nöthige Spannung bis zu I Atmoſphäre Ueberdruck entfpre­chend 120 Grad Cel­

fius befitzt, fo öffnet man den Hahn an der Dampfröhre und läfst den überhitzten Dampf in einen cylindrifchen Deftillirapparat, in welchem das Rohmaterial, deffen flüchtiger Beftandtheil abdeftillirt werden foll, auf Sieben ausgebreitet ift. Aus diefem Deftillationsapparate münden die Dämpfe fammt dem gewon­nenen flüchtigen Producte in das Kühlfafs, worin Dampf und Deftillat fich con­denfiren.

Die Einrichtung eines folchen Apparates erhellt aus Fig. 2. A Dampf­erzeuger, O Windofen, a Sicherheitsventil, B Dampfrohr, b Hahn, um den gefpannten Dampf durch B in den Deftillirapparat C gelangen zu laffen, c Siebe, D Dampfrohr, KKühlfafs.

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Fig 2.

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Um nun in der Praxis Sub­ftanzen im luftverdünnten Raume abzudampfen, was auch in Laboratorien und bei vielen pharmaceutifchen Prä paraten oft erwünſcht ift, fo gefchieht das bekanntlich in fogenannten Vacuumappa­raten. Für kleineren Be darf wurden diefelben bis jetzt ganz nach dem Principe der Vacuumapparate der Zuckerfabriken ausgeführt; das heifst, das Vacuum wurde mittelft Luftpumpen und Con­denfation des Wafferdampfes erzeugt, nur waren dem ent­fprechend auch die Apparate

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