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Die Spinnerei-Maschinen : (Gruppe XIII, Section 2,a) ; Bericht ; Die Nähmaschinen, Strick- und Stickmaschinen : (Gruppe XIII, Section 2,b) ; Bericht / von Johann Zemann ; von Karl Cohn
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Johann Zeman.

Bewegungsmechanismus vereinfachte Dronsfield'fche Schleiffcheibe für Kratzwalzen die Aufmerkfamkeit der Spinner auf fich gezogen.

So zeigt fich immer ernfter das Beftreben, die regelmäfsigfte Arbeit der Krempeln zu fichern und gewifs mit vollftem Recht, da grofse Ungleichheiten des Vorgefpinnftes beim Spinnen fchwierig, wenn überhaupt noch befeitigt werden

können.

Wohl läfst fich auf Mulemaſchinen eine gewiffe Ausgleichung der Dichtig­keitsfehler im Vorgarn erreichen; fchlimm dagegen ſtand es bisher mit den Erfolgen auf feftftehenden Spinnmaſchinen.

Trotz der anerkennenswerthen Bemühungen von Vimont und Sykes konnten fich die bekannten Streichgarn- Watermafchinen keine allgemeinere Anwendung verfchaffen; denn die Heftigkeit der Erfchütterung der Fäden durch den Vibrationsapparat im Streckwerke befchränkt zu fehr den Vorzug und felbft die angeftrebte Ausgleichung des Vorgefpinnftes durch die abwechfelnde Mode­ration des Röhrchendrahtes bleibt unvollkommen.

Mit Freude ift daher das neue Streckwerk für Streichgarn zu begrüfsen, welche der erfindungsreiche Conftructeur C. Martin nach Vollen­dung feines Vorfpinnapparates ausgearbeitet hat und welches die Ausgleichung der bei den Krempeln unvermeidlichen Dichtigkeitsfehler im Vorgefpinnft durch eigene, für jeden Faden unabhängig wirkende und mit der gröfsten Schonung für die lockeren Wollbändchen einfetzende Regulatoren in überraschender Weife erreicht.

Bemerkenswerth und vielverfprechend ift auch das von Amerika uns zuge­kommene Avery'fche Streckwerk für Streichgarn- Watermafchinen, weniger durch den Einzugsapparat, welcher die Lieferungsweife einer Mule nachahmen foll, als durch eine ganz vortreffliche Anordnung der Röhrchen( tubes) und der vorderen Streckcylinder.

Vergleicht man die ausgeftellten Selfactors unter einander, fo findet man, dafs bei diefen die von einem deutfchen Conftructeur zuerft ausgeführte, beffere Vertheilung der Spindeldrehungen beim Ausfahren und Nachdrehen allge­meine Nachahmung gefunden hat.

Richard Hartmann in Chemnitz trat bekanntlich anfangs der fechziger Jahre mit dem Syftem der dreifachen Spindelgefchwindigkeit für Streichgarn­Selfactors auf, um langfam anfpinnen, bei ftatthabender Wagenftreckung etwas rafcher weiterfpinnen, endlich in der Periode des Nachdrehens mit der gröfsten Spindelgefchwindigkeit den Twift in die Fäden legen zu können.

Hiemit war allerdings eine complicirtere Bauart des Headftock verknüpft und aus diefem, wohl auch aus anderen Gründen wurde diefes Syftem anfangs vielfach bekämpft.

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Nach allmäligen Verbefferungen ift der Hartmann'fche Selfactor wefent­lich vereinfacht, überfichtlich und leicht zugänglich geworden; die deutſchen Mafchinenbauer haben nach Ablauf des Patentes das Syſtem der drei Spindelgefchwindigkeiten, wenn auch mit abweichenden Dispofitionen, acceptirt und felbft jenfeits des Canales verfchlofs man den Vortheilen der befferen Gefchwindigkeitsvertheilung nicht länger die Augen und führte, unter Beibehaltung der zwei Twiftfcheiben für einfache und doppelte Gefchwindigkeit, eine dritte fchwache Spindeldrehung nach rafchem Anfpinnen ein, durch eine mehr oder weniger lösbare Frictionsverbindung der Seilrolle auf der Spindel- Trommelwelle im Wagenmittelftück.

Zum Zwirnen hat fich die Ringfpindel, ebenfo wie bei den feftftehenden Spinnmafchinen, bisher noch am zweckmäfsigften bewährt. Statt mit Wechfelrädern die Spindelgefchwindigkeit zu ändern, hat man die alten mehrfpurigen Seilrollen verbeffert als Stufenconuffe für Riemenbetrieb wieder eingeführt.

Mit der allgemeineren Einführung felbftthätiger Spinnmafchinen in der Wollenbranche kommt auch der mechanifche Hafpel ftärker in Anwendung,