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Die Spinnerei-Maschinen : (Gruppe XIII, Section 2,a) ; Bericht ; Die Nähmaschinen, Strick- und Stickmaschinen : (Gruppe XIII, Section 2,b) ; Bericht / von Johann Zemann ; von Karl Cohn
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Johann Zeman.

zur Aufnahme einer frifchen Probe bereit, fobald er durch Drehen des Lager­gehäuſes wieder vor die Zuführftelle gebracht wird.

Es wird aus dem Gefagten fchon klar hervorgehen, dafs es nur von der Curve der Führungsbahn, von dem Abftand der Abftofser und von dem feften Gewicht am Wagebalken abhängt, welche Titer auf einer Mafchine und in welchen Intervallen die Nummern der Seidenproben angegeben werden.

Die Ausftellungsmafchine hatte 10 Wagebalken, 22 Abftofsplatten im Führungscylinder und rings herum gegenüber jedem Abftofser einen Auffangftab.

Der erfte Stab erhielt alle Proben entſprechend 18 Deniers, der zweite Stab Proben von 18 bis 20, der dritte Stab von 20 bis 22 und fo fort bis 64 Deniers. Es wurden alfo die Titer der Seidenproben nur in geraden Ziffern angegeben und alle Zwifchennummern fielen ftets dem nächftfolgenden geraden Titer zu. Ein dreiundzwanzigfter Stab erhielt zuletzt alle über 64 Gran wiegenden Gebinde, welche entweder auf eine andere ftärkere Mafchine gelangen müffen oder, wenn man fie mit nur halber Probelänge von 200 Stab auflegte, auch auf derfelben Mafchine mit Sprüngen von 4 zu 4 Nummern abgewogen werden konnten.

Im normalen Zuftand wird die Titrirmafchine mittelft eines Riemens von einer Transmiffionswelle aus in Gang gefetzt und das Lagergehäufe der Wage­balken fünf Mal pro Minute umgedreht, was in der Minute 50 Abwägungen ergeben würde.

Der Arbeiter hat nur für eine regelmässige Verforgung des Zuführapparates mit abgehafpelten Probegebinden zu forgen, da das Abfchieben und Auflegen der einzelnen Proben auf die vorbeigehenden Wagebalken vollkommen felbftthätig bewerkstelligt wird. Behufs Auflegung von frifchen Probegebinden in den Zuführ­apparat mufs die Mafchine von Zeit zu Zeit abgeftellt werden, wefshalb die ange­gebene Leiftung etwas herabzumindern ift.

Nach beendeter Abwägung nimmt man die Proben von den einzelnen Stäben ab, bezeichnet fie mit den entſprechenden Nummern und rechnet aus dem Durchfchnitt aller, den Titer der in Unterfuchung ftehenden Partie Seide.-

Eine Seidenzwirn- Mafchine hatte A. Frey in Küttigen bei Aarau ( Schweiz) allerdings in wenig empfehlenswerther Ausführung ausgeftellt

Die Mafchine ift doppelfeitig und nimmt, in Folge der Vertheilung der Spindeln in drei Etagen, fehr wenig Platz ein. Die Spindelcónftruction ift fehr primitiv: auf feften fenkrechten Spindeln laufen mittelft Riementrieb eiferne Spulenröhrchen, an deren oberem Ende der Drahtflügel lofe aufgefetzt ift. Das Abtreibzeug für die Spulen der doublirten Seidenfäden liegt oberhalb jeder Spindelreihe.

Um den Antrieb der Spindelfpulen jeder Etage durch einen endlofen Rie­men zu ermöglichen, find die Spindeln nicht in einer geraden Linie angeordnet, fondern in einer Kreislinie aufgeftellt, deren convexe Seite gegen den Riemen zugekekrt ift. Die Spulen haben dort, wo der Riemen anliegt, einen etwas gröfseren Durchmeffer.-

Der eigenthümlichen felbftthätigen Abftellvorrichtung wegen erwähnen wir hier die Doublirmafchine von Jofef Rohner in Wien; endlich noch wegen der fauberen und zweckmässigen Ausführung die Goldfpinn- Mafchine von G. Hutter in Wien, eine Mafchine, um Seidenfäden mit feinem Gold- oder auch Silberdraht zu überfpinnen.

So gelangen wir endlich zur Befprechung der letzten Gruppe hierher gehö­riger Ausftellungsmafchinen, nämlich folcher zur Zubereitung von Seiden­abfällen für die Florettfpinnerei.

Hiefür werden zweierlei Arten von Abfällen verwendet: I. Strufi und 2. durchbiffene, befchädigte und Doppel- Cocons. Mit Strufi bezeich­net man die beim Sammeln und Abhafpeln der Cocons fich ergebenden Abgänge von wirren Fäden und die nach dem Abfpinnen der Cocons zurückbleibenden inneren Häutchen derfelben.