Holzbearbeitungsmafchinen.
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Zur Federfpannung iſt eine Art Waggonfeder benützt, welche entweder im Mittelpunkte oder an den beiden Enden fix unterſtützt wird.
Bei einer diefer Bandfägen ift aufser der Verftellbarkeit des Tifches die Säge felbft fo eingerichtet, dafs das Lager der oberen Sägblattfcheibe in einer gekrümmten Couliffe verfchoben werden kann, deren Form einem Kreisbogen, befchrieben vom unteren Sägerollen- Mittelpunkte aus, entſpricht.
Diefelbe Firma fabricirt auch Bandfägen mit Handbetrieb mit der Eigenthümlichkeit, dafs das Sägeband nicht über zwei, fondern über drei Rollen läuft, von denen die zwei kleineren von gleichem Durchmeffer je über und unter dem Arbeitstifche ftehen, die dritte, bedeutend gröfsere, feitwärts liegt.
Derartige dreirollige Bandfägen waren auch von Heckner in Braunfchweig ausgeftellt, deffen raftlofes Streben, dem Kleingewerbe allerlei billige Formen von Sägen zu liefern, volle Anerkennung und Ermunterung verdient.
Unter den Ranfome'fchen Bandfägen mit Federfpannung Fig. 4 erfchien eine neue Modification, welche darin befteht, dafs eine felbftthätige Bewegung des Tifches in vier verfchiedenen Gefchwindigkeiten ermöglicht ift, welche durch eine bogenförmige Scala controlirt werden kann. Worffam baut feine Bandfägen mit Balancirgewicht. Robinfon excellirt in der Erbauung grofser Block- und BretterBandfägen mit Spannung durch Gewicht und felbftthätigem Zuführungs
mechanismus.
Baxter D. Whitney, Winchendon, Maffachufets, producirte in der amerikanifchen Abtheilung eine Bandfäge mit Federfpannung und höchft intereffanter Sägeführung durch zwei Holzklötzchen, die unter einander einen Winkel bilden, der durch das Sägeblatt halbirt wird.
Die Klötzchen find durchbohrt und werden mit Mafchinenöl gefpeift, das Oel fickert mittelft eines Tuchlappens auf das am Rücken des Sägeblattes anliegende, rotirende Führungswälzchen und auf jenes felbft.
Eine weitere Eigenthümlichkeit der Whitney'fchen Bandfäge, die übrigens auch eine intereffante Vorrichtung zum Adjuftiren der oberen Sägeblattrolle befitzt, beſteht darin, dafs die Speichen der Sägerolle nicht in der Ebene des Umfanges liegen, fondern einer krummen, hohlen Rotationsfläche angehören, deren Achfe mit der Welle der Sägeblattrolle zufammenfällt. Die Stellung der Speichen erinnert an die eine Kegelfläche bildende Lage der Radfpeichen bei unferen Fuhrwerken.* Preis der Mafchine 400 Dollars.
Nebft Whitney haben auch Robinfon& Son und Richards, London & Kelley aus Philadelphia Bandfägen exponirt, wo die Führung des Sägeblattrückens durch rotirende Stahlwalzen, und zwar entweder an der Mantelfläche der letzteren oder an der ebenen Stirnfläche bewerkstelligt wird.
Von den deutfchen Mafchinenfabrikanten waren nur noch zwei Firmen aufser Heckner, den wir weiter oben erwähnten, Ausfteller von Bandfägen.
Schmaltz conftruirt Bandfägen, bei welchen die Rollen mit Kautfchukoder Lederbandagen verfehen find, durch Anwendung von Kautfchukpuffern elaftifch aufgehängt.
Dem Uebelftande, dafs die Säge dadurch leidet, wenn nur die Triebrolle gebremst wird, fucht Schmaltz dadurch zu begegnen, dafs er eine beide Rollen gleichzeitig erfaffende Doppelbremfe an
wendet.
* Die erfte conftructive Darftellung der Whitney'fchen Bandfäge ift im ,, Engeneering" erfchienen, leider ift fie in Wort und Bild höchft undeutlich.
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