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Strassen-Fuhrwerke und andere Transportmittel : (Gruppe XIII, Section 5) ; Bericht / von M. B. Rideli, Ing. in Wien
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M. B. Rideli.

hingegen von C. Schweikert ein lichtbrauner Phaeton mit taubengrauer Chagringarnitur.

Der Wagenfabrikant Anton Prohaska ftellte vier Wagen aus, darunter ein Coupé im Rohbau mit Eichenrahmen, Nufsholz- Täfelung, Radfelgen und Rad­fpeichen aus Efchenholz, Radnaben aus Ruftenholz, alle Eifentheile blank polirt, daneben einen Rococcophaeton mit grünem Kaften, goldbefchnittenen, grünem Untergeftelle, das Wageninnere mit grüner Seide garnirt, der rückwärtige Bedien­tenfitz mit grünem Tuche ausgelegt.

W. Schwanzar& Sohn ftellte aufser einem blauen Rococcophaeton und einem blauen Coupé auch einen für Baron Riefenfels ausgeführten Rennfchlitten aus, deffen Geftelle und der aufwärts gehende Theil der Kuffen aus Hirfchgeweihen, die angeblich alle vom Abwurf eines einzigen Hirfchen herrühren, conftruirt worden ift.

Von den gegenwärtig immer mehr und mehr unter der Benennung ,, huit refforts in Aufnahme kommenden Wagen hat der Fabrikant Friedrich Flach ein Exemplar ausgeftellt, nämlich ein mit grünem Atlas ausgefchlagenes, grün­lackirtes Coupé, deffen Kaften in vier Schneckenfedern hing, welche hinwieder auf vier elliptifchen Druckfedern ruhten und wobei felbftverftändlich die zwei Wagenachfen mit einem fchmiedeeifernen Langbaum verbunden waren.

Anton Sturma aus Hernals ftellte einen kleinen, fehr zierlich gebauten Draglandau für vier Perfonen aus mit blaulackirtem, goldbefchnittenen Kaften und blauer Chagringarnitur; defsgleichen Anton Ott aus Neulerchenfeld zwei kleine Kutfchirphaetons, deren Kaften auf je vier refsorts à pincettes aufgefetzt waren und ein ganz gutes Ausfehen hatten.

Die Wagenfabrikanten Anton Weifer& Sohn ftellten 4Wagen aus, darunter einen Phaeton, deffen grünlackirter und mit lichtgrauer Seide ausgelegter Kaften eine ganz eigenthümliche mittelft vom Fabrikanten patentirter neuer Federconftruc­tion bewirkte Aufhängung aufzuweifen hatte und wovon in Fig. 12 eine approxi­mative Darftellung folgt.

I

Fig. 12.

Phaeton von Weifer& Sohn in Wien.

Wie aus vorftehender Fig. 12 erfichtlich, entſteht die von Weifer& Sohn bei diefem Phaeton angewendete Feder durch die mittelft eines Charniers bewirkte