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Mathematische und physikalische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 1 und 2) ; Bericht / von Ferdinand Lippich ...
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Geodätifche Inftrumente.

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einerfeits das Herausfallen und anderfeits eine zu grofse Bewegung desfelben gegen die Fühlhebel verhindern zu können. Die Köpfe der beiden Schräubchen y und begrenzen die Bewegung des Fühlhebels a'.

Da der Doppel- Fühlhebel nahezu 200 Mal vergröfsert und mit Hilfe einer Lupe die Einftellung des Fühlhebels a' auf einen Theilftrieh leicht bis auf o 05 Millimeter gefchehen kann, fo ift auch der Moment des Berührens bis auf 0.00025 Millimeter beftimmbar.

Die

σ

Die Schraube hat 50 Gänge auf 26.3 Millimeter, es ift demnach, da man an der Trommel Tmittelft f bis auf 1/1000 der Schraubenganghöhe ablefen kann, die Genauigkeit der Meffung o'00053 Millimeter.

der auf

Setzt man den Apparat auf eine Planfläche auf und fchraubt σ fo lange vor, bis die Berührung mit der Planfläche hergeftellt ift, erfetzt dann letztere durch die zu unterfuchende fphärifche Fläche und bringt nun mit diefer abermals zur Berührung, fo ergibt fich aus der Differenz der Lefungen an der Schraube bei bekannter Ganghöhe derfelben der Sinus versus.

+

-

-

o

Sei diefer

x(+ für eine convexe, für eine concave fphärifche Fläche), ferner r der Halbmeffer der kugelförmigen Füfse F, weiter der Halbmeffer des um das durch die drei Berührungspunkte der Füfse mit der fphärifchen Fläche gebildete Dreieck befchriebenen Kreifes= p, fowie endlich R der zu fuchende Halbmeffer der fphärifchen Fläche, fo ergibt fich letzterer aus der Gleichung:

+

2

P

R

-

2 x

+

X

2

)

-

In den drei Füfsen der Geftellplatte G finden fich von Seite des Mecha­nikers in ganz beftimmten Abftänden von einander Schraubengewinde eingefchnit­ten, um die kugelförmigen Füfse F verfetzen, den Apparat für verfchieden grofse fphärifche Flächen anwenden zu können.