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Die Telegraphen-Apparate : (Gruppe 14, Section 2) ; Bericht / von Leander Ditscheiner
Entstehung
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Telegraphen- Apparate.

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bewegt. Diefe beiden Theile der Achfe können verbunden werden durch das: Sperrrad B' und die Feder R. Die Zähne des Rades B' find fo gemacht, dafs, wenn man durch die Stützleifte D die Achfe a A a' anhält, die Zähne des Rades B frei unter der Feder R vorbeigehen, fo dafs alfo auch der Theil bB B', der zum Räderwerke cde gehört, fortfährt zu rotiren. Wenn man die Leifte D und in Folge deffen auch die zum Räderwerke ghij gehörige Achfe a A a' freiläfst, fo wird die durch diefes Räderwerk bewegte Feder R, welche in das Getriebe A des Armes a A a' eingreift, in eine der Zahnlücken des Rades B' geftofsen, welche fomit augenblicklich die Schnelligkeit diefes Rades annimmt. Man erfieht daraus, dafs auch die Federn der Trommeln e und j fo eingelegt fein müffen, dafs fie beide Theile der Achfe a in demfelben Sinne bewegen. Auf diefe Weife kann man das Räderwerk des autographirenden Theiles des Apparates anhalten, ohne gleich­zeitig dasfelbe mit dem Räderwerke des Regulators zu thun. Wir gehen nun daran, auseinanderzufetzen, wie der Apparat fich anhält und dann wieder weiter geht. Die Fig. 10 zeigt das Rad B' und den Arm DR von der Seite. EE ift ein Hebel, deffen Arm F mechaniſch und von felbft den Zapfen D der Stützleifte Da fefthält, wenn der Apparat als Transmetteur gebraucht wird. Am Recepteur ift diefes Stück EE gehoben erhalten in der Lage EE", damit es den Apparat nicht fefthält. Der Hebel EE legt fich mit dem Ende E' auf das Ende Hdes Ankers G des Elektromagne­tes M fo, dafs, wenn der Transmetteur durch den Zapfen D angehalten ift und der Recepteur in einem beftimmten Momente einen Strom in den Elektromagnet M des Transmetteurs fchickt und der Anker fich bewegt, das Ende Hdas Ende des Hebels EE hebt und fomit den Zapfen D des Stückes Da auslöst, welcher durch den Hebel­arm F feftgehalten wurde. Das Stück D a freigeworden, dreht fich mit feiner Achfe, das Räderwerk bleibt in Bewegung, bis es eine Tour gemacht hat und am Repère, das ift beim Anfange der Depefche, wieder angekommen ift. Diefes Mittel benützt d'Arlin court, um beide Apparate immer gleichmässig laufen zu laffen.

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Das

Wie vorhin bemerkt wurde, unterfcheidet fich der Transmetteur von dem Recepteur dadurch, dafs erfterer feftgehalten wird, während der letztere fort in Bewegung ift, und dafs in Folge deffen der Transmetteur etwas fchneller geht als der Recepteur. Da aber ein und derfelbe Apparat bald als Transmetteur, bald als Recepteur gebraucht werden mufs, fo mufs es ein Mittel geben, die Rollen beider Apparate zu vertaufchen. Diefs wird möglich durch den Hebel opqr, welcher um die Achfe o beweglich ift( Fig. 6, 7 und 11). Die beiden Enden der Achfe o ragen aus dem Gehäufe des Apparates vorn und hinten heraus. Vorne ift der Griff q, welchen der Beamte rechts oder links bewegt, um den Apparat in einen Transmetteur oder in einen Recepteur zu verwandeln. Diefer Hebel leiftet drei wichtige Functionen. I. Das Stück op( Fig. 6, 7, 8 und 12) macht eines der Kegelräder mn eingreifen in das Getriebe/ der Zinke der Stimmgabel K. Auf diefe Art gleiten die beiden Kegelräder zufammen über eine Walze, welche auf gewöhnliche Weife durch einen Vierkant auf der Achfe f befeftigt ift. Rad m befitzt mehr Zähne als das Rad n, fo dafs, wenn m in das Getriebe von/ eingreift, der Apparat langfamer geht und diefer als Recepteur wirkt. Wenn aber im Gegentheilen eingreift, fo geht der Apparat fchneller und wirkt als Trans­metteur. Der Hebelarm op befitzt nämlich an feinem Ende eine doppelte fchiefe Ebene xy( Fig. 12). Wenn p fich hebt, fo wirkt die fchiefe Ebene y, macht das Rad n frei und dagegen das Rad m eingreifen; wenn aber gefenkt wird, fo wird m freigemacht, während nun n eingreift. In Vift eine kleine Rolle, welche mit der Feder z an das Syftem der Räder mn befeftigt ift und fich mit ihm verfchiebt. Diefe Rolle gleitet bald auf der einen Seite, bald auf der anderen Seite der Walze und hält das Syftem der Räder mn in der letzten Pofition, welche ihm das Stückp gibt. 2. Der Hebel r s, am anderen Ende der Achfe o befeftigt, tritt aus dem Gehäufe bei r und ift beftimmt, das Stückt zu heben, welches ein Theil des Hebels EE' ift( Fig. 10). Diefes Stückt hält den Hebelarm EE in der Lage EE", wenn der Apparat als Recepteur gebraucht wird. Wird der Apparat als Trans­

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