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Chirurgische Instrumente : (Gruppe XIV, Section 4) ; Bericht / von Mosetig von Moorhof ; Hans Adler, L. Schrötter ; Moriz Benedikt
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Die oculiftifchen Inftrumente.

29 Branche, zu deren detaillirter Befchreibung wir jetzt übergehen wollen, ver­danken wir zum gröfsten Theile diefen beiden letztgenannten Firmen.

Von den zur Entfernung der Katarakta dienenden Inftrumenten find. erwähnenswerth die von Thürriegel exponirten, die Eduard v. Jäger zur Vollführung des Hohlfchnittes," feiner neuen Extractionsmethode, erfand. Diefe find:

Ein Staarmeffer, dreieckförmig, dem Beer'fchen ähnlich, nur fchmäler, Länge 35, Breite 5 bis 61 Millimeter, der ftumpfe Rücken legt fich in die Wundwinkel, die er verfchliefst. Die Flächen des Meffers find cylinderartig gekrümmt, die vordere concav, die hintere convex.

Das Häkchen ift in feinem Halfe rechtwinkelig nach abwärts gebogen; diefer 7 Millimeter lange Theil leicht concav gekrümmt, trägt eine feine, nadel­förmige Spitze.

Die Spatel( am Griffende des vorigen Inftrumentes angebracht) deren Halsende leicht aufwärts gebogen, ift Millimeter hoch und 8 Millimeter breit und hat eine vordere fchwach concav ausgehöhlte Fläche.

Die Sonde zur Ausleitung des Staares aus Silberdraht, ift nach ihrer flachen Seite unter einem Radius von 8 Millimeter gekrümmt; am anderen Ende des Griffes ift

Ein gewöhnlicher Davielfcher Löffel angebracht.

Die Löffel zur Entfernung der Corticalis find oval, mäfsig concav, fehr dünn, 4 Millimeter breit, 6 Millimeter lang und zum Halfe fenkrecht nach abwärts geftellt.

Nach der Bauart der Inftrumente braucht man als ambitexter Operateur; zweierlei Meffer, Häkchen, Spatel, Löffel, dagegen nur eine Sonde einen Davielfchen Löffel.

Die Vortheile der Methode follen fein: Lineare Wunde, Erhaltung des Kammerwaffers bis zur Vollendung des Schnittes, leichter Austritt des Staares.

Die Schwierigkeit des Hohlfchnittes ift das Aufgeben des Druckes auf die Schneide wie beim Lappenfchnitt.

Die Pince cystitome von Wecker, eine Irispinzette, deren beide Branchen je einen fchneidenden Triangel zur Eröffnung der Vorderkapfel tragen; es foll diefes Inftrument die Vortheile der zwei in dem Namen enthaltenen Inftru­mente vereinen.

Ferner die Pince cyftitome von Loren ço und von Meyer. der eben befchriebenen fehr ähnlich.

Der häufigeren Ausführung und der wachfenden Anzahl der Indicationen zur Ausführung der Iridectomie entſprechen die ftets erneuerten Verfuche zur Verbefferung der hiezu benöthigten Inftrumente. Wir finden:

Lanzen von Warlomont nach Art der Weber'fchen Extractions­meffer gekrümmt, von verfchiedener Breite( 2, 3, 4 und 5 Millimeter).

Hieher ift auch das Gräfe'fche Schmalm effer zu zählen, das in verkürzter Form von manchen Operateuren mit Vorliebe verwendet wird, namentlich wo man bei enger Vorkammer ein breites Colobom anftrebt.

Scherk liefs ein Schmalm effer conftruiren, welches 6 Linien lang, fomit eigentlich die Spitzenhälfte des Gräfe'fchen Meffers ift. Das Mefferchen fetzt fich in einen platten, 8 Linien langen Stiel fort, der mit ihm etwa einen rechten Winkel bildet, dann wieder horicontal abgebogen unmittelbar in ein der Klinge paralleles Heft fich fortfetzt. Mit diefer Modification ift es leichter Hinder­niffe, welche vorfpringende Orbitalränder oder Nafenwurzel machen, zu über­winden. Man bedarf, um von und gegen fich fchneiden zu können, zweierlei Mefferchen.

Von Iris pinzetten fanden wir eine übergrofse Anzahl, unter den verfchiedenften Winkeln abgebogene, mit Häckchen und Riffen an der Spitze oder der Kante verfehene oder ohne folche. Bei der fo häufig entſtehenden

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