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1.
Das Bauernhaus mit feiner Einrichtung und feinem Geräthe.
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Die Wohnung befteht gewöhnlich aus der Wohnftube in der Mitte, hinter der Herdwand und den kleinen Schlafkammern rechts und links. Ein Stockwerk und Wohnräume oberhalb find nicht vorhanden. Die Wände diefer Häufer beftehen aus Fachwerk mit Flechtwerk ausgefüllt, welches mit Lehm beftrichen wird.
Ganz verfchieden von der Bauart der weftfälifchen Bauernhäufer find die in den übrigen Gegenden Deutfchlands, die unter einander viel Gemeinfames
haben.
Hier mag nur hervorgehoben werden dasjenige, woran uns die zu befprechenden Häufer hin und wieder erinnern werden.
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Das rhein fränkifche Bauernhaus hat feine Giebelfeite der Strafse zugekehrt, wie das fiebenbürgifch- fächfifche Bauernhaus, der Eingang in den " Hausären"( Flur, Vorhaus) aber befindet fich im Hofe, ebenfalls wie im fiebenbürgifchen Haufe. Vom Flure oder Hausären gerade aus gelangt man in die Küche; fo auch im Geidler und Vorarlberger Haufe. Rechts befindet fich die Wohnftube und daneben die Schlafkammer, im Vorarlberger Haufe der Gaden". Zwei andere Seiten des Hofes werden eingefchloffen von der Scheuer und den Stallungen; die vierte Seite bildet eine Einfriedigung und die Einfahrt in den Hof nach der Strafse zu. Vom Hausären aus führt eine Treppe in das Obergefchofs zu den Schlaf- und Speifekammern. Auch diefe Häufer beftehen aus Fachwerk, doch find die Fächer weifs getüncht und die Balken mit Farbe angeftrichen, was an die Angabe des Tacitus erinnert: dafs es wie gemalt ausfieht.*
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Die oberfächfifchen Bauernhäufer find im Erdgefchoffe in der Regel feftes Mauerwerk, im Stockwerke Fachwerk. Ebenerdig gelangt man vom Thore aus links in die grofse Wohnftube, neben der noch ein Staatszimmer ift. Dem Eingange gegenüber find Küche und Speifekammer angebracht. Vom Flure rechts gelangt man in den Kuhftall. Im Flure befindet fich ferner die Treppe, die in das obere Stockwerk führt. Dort befinden fich die gewöhnlich unbenützte, wohleingerichtete obere Stube und mehrere Schlaf und Aufbewahrungskammern.
Eine eigenthümliche, malerifche Bauart hat fich in den Alpenländern entwickelt; in der Schweiz, in Tirol, in Baiern, Salzburg, Steiermark, Kärnten. Sie befteht gröfstentheils aus Holzbau und ift auffallend durch die weitvorfprin genden Dächer aus Brettern oder Schindeln, mit Steinen befchwert, und durch die zum Theile farbigen und durch Holz- Schnitzwerk verzierten Geländergänge.
Sehr nüchtern und nichts weniger als volksmäfsig fehen dagegen die kafernenartigen Bauerngehöfte Oberöfterreichs aus, die eine ältere urfprüng. lichere Bauart wohl erft in unferem Jahrhundert verdrängt haben.
Die Ausdrücke, die die einfachften Gegenftände von Wohnung und Hausgeräth bezeichnen, find der Mehrzahl nach deutfch.
Mitgebracht aus der Urzeit der Gemeinfamkeit mit den übrigen indogermanifchen Sprachen find nur die Ausdrücke das Tor und die Türe, Sanskr. dvâra neutr. und dvâr femin., gr. 9úpa, lat. fori, lith. dváras, flav. dvera, goth. daúr, neutr. daurô fem., ahd. tor, neutr. turi und tura fem., mhd. tor, tür. Die übrigen Ausdrücke haben fich eigenthümlich deutſch, nach der Trennung, entwickelt, oder fie find entlehnt, was aber nur bei der geringeren Zahl der Fall ift. Die Entlehnungen find lateinifchen Urfprungs.
Manchmal treten in den einzelnen deutfchen Mundarten verfchiedene Ausdrücke für denfelben Gegenftand ein, was ebenfo bezeichnend ift, wie der Umftand der Entlehnung.
Das Wort Haus ift allen deutfchen Stämmen gemein. Goth. hus( kommt zwar nur in der Zufammenfetzung gudhus, Gotteshaus, vor), altfächf., althochd.,
* Ut picturam ac lineamenta colorum imitetur. Siehe S. 6.