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Das Bauernhaus mit feiner Einrichtung und feinem Geräthe.
41 in der Mitte der breiten Seite des Haufes im Hofe, fondern mehr links. Sie führt in den Flur, von dem man geradeaus in die Küche und rechts in die Stube gelangt. Links ift kein weiteres Zimmer angebracht, fondern hier fchliefsen fich unmittelbar Stallungen, Scheunen oder andere Wirthschaftsräumlichkeiten an. Vom Flure aus führt eine Treppe in das obere Stockwerk zu den Kammern, das heifst unheizbaren Schlafzimmern und Vorrathsräumen. Diefs ift der Grundtypus, wie es fcheint, des deutfchen ländlichen Wohnhaufes. Wir fanden diefe Grundzüge in Bauernhäufern des mittleren Deutſchland, oben Seite 7 f., und ebenfo in den Häufern aus Geidel, Vorarlberg, in dem Elfäffer und im ruffifchen Haufe, nur dafs im letzteren, wie im oberfächfifchen Bauernhaufe, oben Seite 8 f., das Hauptgebäude links vom Einfahrtsthor fteht, indem es fich fonft rechts befindet, wodurch alle Verhältniffe modificirt find und auch vom inneren Eingange aus die Stube links, wie in Oberfachfen, nicht rechts, wie in Franken, zu fuchen ift. Der zweite Typus von Häufern, die auf der Ausftellung vertreten waren, hat kein oberes Stockwerk, aber ftatt deffen vom Flure aus fowohl rechts als links je ein Zimmer. Das finden wir im Szekler, im rumänifchen und im galizifchen Haufe, fo dafs wir hier vielleicht eine uralte Tradition zu erkennen haben, die von dem deutfchen Typus verfchieden ift.
Das Siebenbürger fächfifche Haus und das kroatifche fuchen beide diefe verfchiedenen Typen zu vereinigen. Erfteres hat neben dem Flure ein Zimmer rechts und eines links und kein oberes Stockwerk. Hingegen ift die ganze Wohnung fo hoch herausgebaut, dafs eine Treppe hinauf zur Eingangsthüre führt. Dafs hier die Küche vom Flure nicht abgetheilt ift, fo dafs man den Herd von der Eingangsthüre aus vor fich fieht, erinnert an das rumänifche Haus, nur dafs hier kein Herd angebracht ift, fondern das Feuer auf der Erde gemacht wird. Das kroatifche Haus hat ein Zimmer rechts und eines links vom Eingang und doch ein oberes Stockwerk.
Intereffant ift, dafs der Rumäne mit dem Gegenftande auch das römifche Wort für den Herd verloren hat; er nennt den Herd mit einem albanifch- flavifchen Worte watre. Bei diefem Volke, das fich von den weltbeherrfchenden Römern ableitet, fahen wir die primitivfte Art einer Wohnung.
Wie der volksmäfsige Bau auf Grundlage des angegebenen Typus fich erweitern läfst durch Zubau von Kammern und Gaden etc., das fehen wir bei dem Elfäffer und dem Vorarlberger Haufe.
Ift der Typus des deutfchen Bauernhaufes, der auch nach Rufsland übergegangen ift, wie wir ihn oben nach den Häufern auf der Ausftellung in Grundzügen angedeutet, alt und allgemein deutſch, fo ift doch nicht anzunehmen, dafs derfelbe die einfachfte Art deutfcher Wohnhäufer darftellt. Es mufs eine noch einfachere Stufe vorangegangen fein. Diefs fcheint fich daraus zu ergeben dafs das Wort Zimmer, das das einfach gezimmerte Gemach bezeichnet, für keine Räumlichkeit diefer Häufer verwendet wird. Im Geidler Haufe heifst die Küche Stübel, die heizbare Wohnftube: Stube, die oberen Räume heifsen Kammern. Ebenfo im Vorarlberger Haufe. Daraus möchte zu fchliefsen fein, dafs das Haus, in welchem das Hauptgemach Stube heifst, mit der Einführung von Zimmeröfen zufammenfällt und eine höhere Entwickelungsftufe bezeichnet. Zur felben Zeit mögen die unterirdifchen Tungen( fiehe oben S. 6) als Winteraufenthalt aufser Gebrauch gekommen fein.
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