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Objecte der Kunst und Gewerbe früherer Zeiten : (Exposition des Amateurs ; Gruppe XXIV) ; Bericht / von Carl Lind
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Objecte der Kunft und Gewerbe früherer Zeiten.

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aus feiner Sammlung im Schloffe Vöttau zur Ausftellung gefendet. Von dort her kamen auch zwei andere polirte Rundfchilde mit eingeäzten Ornamenten; ferner ein Panzerhemd, welche Gegenftände dem Helden von Szigeth Niclas Zriny mit ziemlicher Berechtigung zugefchrieben werden. Aus dem Joanneum zu Graz wurde eine ganze Rüftung aus dem XVI. Jahrhunderte mit geäzten Streifen und Rändern ausgeftellt, auf der Bruft ein vor dem Crucifixe knieender Ritter; der Helm ift eigenthümlich durch deffen Stachelvifier. Der Helm des Ver­theidigers von Wien aus dem Jahre 1529, des Grafen Niclas Salm, an einigen Stellen mit Silber taufchirt, im Ganzen aber einfach, gehört dem Mufeum zu Brünn.

Wir fahen auch zwei grofse Tartfchen aus dem XV. Jahrhundert, auf deren jeder auf weifslichem Grunde der heilige Georg als Drachentödter gemalt ift. Diefe beiden Schilde, von deren Gattung nicht viele Exemplare, mit Ausnahme der Sammlung im Wiener ftädtifchen Waffenmufeum erhalten blieben, gehören der Stadt Enns. Kleinere bemalte Holztartfchen fendeten das Brünner Mufeum und Carl v. Pichler.

Von der Zahl der ausgeftellten Schwerter und Säbel heben wir hervor: Das Schwert zu anderthalb Fauft des Hochmeifters des Sct. Georg- Ritterordens in Millftatt aus dem Jahre 1499; Griff- und Parirftange, Scheidebefchläge von Silber, am Knopf ein emaillirtes Wappen( Mufeum zu Klagenfurt); ein Vortragefchwert mit filbernem Griffe und geäzter Klinge, darauf das Wappen des mährifchen Landeshauptmannes Johann v. Rottal( Graf Wrbna); das fogenannte fächfifche Churfchwert yon 1533, ein prachtvolles Stück der Renaiffance, Griff und Scheide von Silber, reich verziert mit den herrlichften Ornamenten in getriebener Arbeit im Stile des H. Aldegrever( Fürft Clary); ein breites Kurz­fchwert aus dem XVI. Jahrhunderte mit gravirtem und theilweife vergoldetem Griffe und Scheidebefchläge( Carl v. Rehazek); ferner die an Griff und Scheide mit getriebenen Silberbefchlägen reich verzierten Stadtrichter- und Bürger­meifter- Schwerter aus Wien, Steyer und Enns, und die einfacheren aus Linz, Wels und Olmütz; Richtfchwerte mit ihren abfonderlichen Darftellungen auf der Klinge, der Städte Hradifch, Iglau, Mährifch- Neuftadt und Znaim.

Ferner find zu erwähnen: der Prunkdegen Carls v. Zierotin, deffen Griff und Scheidefpitze von Achat mit Rubinen und Perlen befetzt. Er trägt die Jahres­zahl 1663 und gehört dem Mufeum zu Brünn; ein fchöner dreifchneidiger Dolch mit fchön gearbeiteter, filberner Scheide, italienifche Arbeit des XVI. Jahr­hundertes( A. Widter); ein Hirfchfänger mit Elfenbein- Griff aus dem XVIII. Jahr­hunderte( A. Widter).

Unter den Feuerwaffen erfchienen beachtenswerth: Eine Radfchlofs Büchfe mit Elfenbein eingelegtem Schaft( Graf Lanthieri), ein grofses Gewehr mit Luntenfchlofs, der Lauf mit erhaben eingelegten Verzierungen in Gold und Silber; ein Granatgewehr von Meffing mit dem Zriny'fchen Wappen; eine Damenflinte aus dem XVII. Jahrhunderte, der Schaft mit Gold, Perlmutter und Elfenbein ein­gelegt; eine grofse Mufkette, das Rohr mit Gold, der Schaft mit Elfenbein ein­gelegt( Graf Daun); endlich ift an diefer Stelle ein fehr fchön geätzter Lunten tock zu erwähnen, deffen fich im XVII. Jahrhunderte die Officiere bedienten. ( Carl v. Pichler). Freiherr Anfelm v. Rothfchild ftellte zwei Reiterpiftolen aus, eine mit fein gefchnittenem und mit Elfenbein zart eingelegtem Laufe, die andere mit Elfenbein belegtem Schafte, darauf Plättchen mit Eifenfchnitten und fehr feiner Taufchirarbeit.

Armbrüfte waren nur zwei ausgeftellt, die eine mit eingelegtem Elfenbein­ornament( Stift Raigern), die andere, am Schafte ganz mit Elfenbein belegt, fammt eiferner Winde, dem Grafen Daun gehörig.

Eine gröfsere Sammlung fchöner orientalifcher Waffen ftellte H. Biela-. dinovich aus Dalmatien aus, aufserdem noch einzelne Stücke: ein Befteck in