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Dr. Emanuel Hannak.
d'hiftoire font au fond des profeffeurs de morale et de philofophie". Ob in Folge der richtigen Erkenntnifs der regierenden Kreiſe ſchon ein Fortfchritt in der angegebenen Richtung eingetreten ift, erfcheint uns mehr als zweifelhaft, weil die Allen längft gewohnten Wege nicht fo leicht und nicht fo bald und am allerwenigften von Allen verlaffen werden.
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Zahlreich find die Lehrbücher, die für diefen Lehrgang der Gefchichte gefchrieben wurden. Für die heilige Gefchichte lag auf Drioux ,, hiftoire sainte" und hiftoire de l'églife". Duruy, hiftoire fainte", Guadet" hiftoire fainte chronologique"; für die Gefchichte des Orients: Emil Kleine„ hiftoire de l'Orient", Drioux, hiftoire de l'Orient" und desfelben Verfaffers ,, Precis de l'hiftoire ancienne", Victor Duruy" Abrégé d'hiftoire ancienne", Guillemin ,, hiftoire ancienne de l'Orient", Ed. Anfart et J. Rendu, hiftoire de l'Orient" und A. Dauban hiftoire de l'Orient", unter welchen namentlich Guillemin und Kleine die neueften Forfchungen auf dem Gebiete der egyptifchen und mefopotamifchen Gefchichte verwerthen, Duruy befonders die jüdifche Gefchichte betont; für griechifche Gefchichte Anfart et Rendu hiftoire Grecque"; Duban, Drioux, hiftoire de la Grece", Duruy ,, hiftoire Grecque"; E. Kleine„ hiftoire ancienne de la Grece"; für römifche Gefchichte Ed. Anfart& A. Rendu, Dauban, Drioux( ,, hiftoire Romaine" und" Precis de l'hiftoire Romaine") und Duruy,- für franzöfifche Gefchichte im Mittelalter Anfart und Rendu, Chevallier, Dauban, Drioux, Duruy,- für franzöfifche Gefchichte in der Neuzeit( 1453 bis 1815) Anfart& Rendu, Briffaud, Dauban, Drioux, Duruy,- für neuefte Zeit hiftoire contemporaine"( 1759 bis zur Gegenwart) Briffand& Marechal. In einigen der angeführten Lehrbücher wie z. B. Dauban, Drioux find Quellen und Hilfsfchriften angeführt, einzelnen wie Duruy find Abbildungen, den meiften aber hiftorifche Karten beigegeben. Die Cultur findet im Allgemeinen die gebührende Berücksichtigung, namentlich gilt diefs von der franzöfifchen Literatur.
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Neben den Karten, die den Lehrbüchern angefügt erfcheinen, find auch hiftorifch geographifche Atlanten als Hilfsmittel beim Gefchichtsunterrichte in Gebrauch. Für allgemeine und franzöfifche Gefchichte find die Atlanten von Levaffeur Levaffeur& Perigot, von & Perigot, von Cortembert, von Drioux & Lacroix, und H. Chevalier bemerkenswerth. Ein befonderer Atlas der Gefchichte des XVII. und XVIII. Jahrhunderts von Guftav Hubault ift beftimmt, die Kriege der Republik und des Kaiferthums zu erläutern. Auch für die Kirchengefchichte exiftirt ein nach deutfchem Mufter gearbeiteter„ Atlas geographique pour l'hiftoire de l'églife catholique de Rohrbacher par Dufour." Im Allgemeinen reichen die Kartenwerke der Franzofen trotz mancher fchönen Leiftung( namentlich gilt diefs von Cortembert und Dufour's Atlas) keineswegs an die beften deutfchen an. Schul- Wandkarten fcheinen bei der Gefchichte weniggebraucht zu werden. Wenigftens war aufser einer Wandkarte Paläftinas von Michelot keine andere gefchichtliche Wandkarte zu entdecken.
Gering mag auch der Gebrauch von Zeittafeln und Gefchichtstabellen fein, die als Hilfsmittel zum befferen Einprägen der chronologifchen Daten fich befonders eignen. Doch fehlen fie nicht vollſtändig. Eine, Chronologie universelle von Ch. Dreyfs behandelt befonders ausführlich das Alterthum und die Neuzeit, für allgemeine Gefchichte find Zeittafeln von Royé ausgeftellt. Hierher gehört auch das Werk von Clouet, Simples réponses aux queftions officielles d'hiftoire et de geographie" denen fich Notes mnemoniques anfchiefsen. Umfo zahlreicher find die Dictionnaire d'hiftoire et de Geographie, eine Literatur, die in Deutfchland keinerlei Pflege findet, hier aber befonders florirt, weil man mit Beihilfe eines Dictionaire d'hiftorie ohne grofse Mühe als in diefer Disciplin wohl unterrichtet erfcheinen kann. Es fei nur der Dictionnaires von M. N. Bouillet, dem ein Atlas angefügt ift, von Gregoire, das auch die Mythologie betont, von Dezobry und Bachelet, das auch die Antiquitäten, die