Mapping bezeichnet eine Technik, durch die ein Territorium erfasst, geordnet und markiert wird. Durch beispielsweise die Beschriftung eines Bildes werden hierbei geografische Orientierungspunkte mit kolonialer Ideologie verknüpft – das Zusammenspiel von Bild und Text ist ausschlaggebend für die Realisierung, sprich durch das „Zeigen“ und „Benennen“ entsteht ein Wahrheitsanspruch. In kolonialen Kontexten diente mapping als Machtinstrument, das durch Benennen und Markieren von Orten Herrschaftsansprüche legitimierte. Geografische Karten, Fotografien und Postkarten aus kolonialen Kontexten weisen Aspekte des mappings auf, indem geografische Räume, Menschen und Objekte entsprechend kolonialen Wissensordnungen und Besitzansprüchen gezeigt und benannt werden.