Transimperialität
- GlossareintragTransimperialität bezeichnet die Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Imperien. Menschen, Ressourcen, Ideen und Praktiken zirkulieren über imperiale Grenzen hinweg und prägen die jeweiligen Machtgefüge wechselseitig. Der transimperiale Ansatz betont die gleichzeitige Existenz und das Zusammenspiel mehrerer Imperien und erweitert das Verständnis von Kolonialgeschichte, indem er nicht einzelne Reiche isoliert, sondern deren globale Verbindungen und Überschneidungen in den Blick nimmt. Ein Beispiel ist der Bau des Suezkanals im 19. Jahrhundert, an dem unterschiedliche europäische Imperien (französisches Empire, englisches Empire, Habsburgermonarchie etc.) mit politischen und ökonomischen Interessen beteiligt waren.
- Weiterführende InformationenMaria Framke/Christian Methfessel/Florian Wagner, Transimperial History Blog. Critical Histories of Empires. About (22.9.2025).archivierter Link (29.9.2025). Daniel Hedinger/Nadin Heé, Transimperial History – Connectivity, Cooperation and Competition, in: Journal of Modern European History 16 (2018), 429–452, 429 f.Ulrike von Hirschhausen/ Jörn Leonhard, Empires in einer globalen Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, München 2023, 13–15.Tom Menger, “Press the thumb onto the eye”. Moral Effect, Extreme Violence, and the Transimperial Notions of British, German, and Dutch Colonial Warfare, ca. 1890–1914, in: Itinerario 46 (2022), 88.
Eröffnung des Suezkanals
1869 - 1879Einweihungszeremonie
Liebig (Firma) (Hrsg.)In: Liebig Sammelbilder Suezkanal. Hrsg. v. Liebig (Firma)Europa, 1930 - 1950