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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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europäischen Winters ohne Schnee dar, und die Bäume entkleiden sich vollständig der Blätter, mit Ausnahme einiger Dornbüsche( Zizyphus) und Oiticicas( Moquilea).

Die Grasarten und allerlei Kriechpflanzen, welche in den Ebenen zwischen den Bäumen in wunderbarer Fülle wachsen, verwelken und dienen wie das Heu, als Futter für zahlreiche Vieh- Heerden.

Dieser Zeitpunkt ist der Zubereitung des Kaffees, welcher in den Bergen wächst, äusserst günstig ge­pflückt und auf der Erde ausgebreitet, welche keine Feuchtigkeit ausdünstet, sondern im Gegentheil sie ansaugt, umgeben von Luft, die dieselbe Eigenschaft hat, trocknet er rasch ohne zu gähren.

Zwischen Dezember und Januar beginnt die Regenzeit, und nach den ersten Schauern erhalten die bis dahin fast ganz trockenen Flüsse, die nur hie und da in einigen Vertiefungen Wasser bewahrten, die als Tränke für das Vieh und Zufluchtsort für Fische dienten, ungeheure Massen Wasser, und die Vegetation ergrünt in wenigen Tagen auf's Neue, und, wie durch Zauber, bedeckt sich die ausgedehnte Strecke mit den verschiedenartigsten Blumen: die Culturpflanzen wachsen mit Macht und ihr Ertrag ist äusserst ergiebig.dogan and datozoid

Der jährliche Mittel- Fall des Regens an der Küste ist 2m( 0,9 Brasse) und mehr, und erreicht in Pernambuco, nach den von Herrn Liais erwähnten Beobachtungen des Dr. Sarmento, 2m. 62.( 1,19 Brasse).dial

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Gewitter sind im Allgemeinen nicht häufig.gob In Rio de Janeiro ist die Durchschnittssumme der Tage, wo sich dies Phänomen ereignet, 26 im Jahre.

Winde.

An der ausgedehnten Küste Brasiliens herrschen mei­stens Süd- Ost und Nord- Ostwinde vor; letztere von