24
September bis März, erstere von April bis August während des Winters, und auf gleiche Weise wechseln die Meeresströmungen längs der Küste.
In der Nähe der Küste weht der Landwind von 4 bis 9 Uhr Morgens, und die Seebrise, in entgegengesetzter Richtung von 10 bis 6 Uhr Abends, die mehr oder weniger tief, nach Beschaffenheit der Gegenden, eindringt, und sich zumal in den Ebenen des Nordens fühlbarer macht, als in den gebirgigen Gegenden des Landes.
Im Amazonenbecken, welches vollkommen frei von Bergen ist, dringen die Ost- Winde über fünthundert Leguas( 3.300 Kilom.) tief in's Innere, namentlich von Juli an bis November. In dieser Jahreszeit laufen Segelschiffe flussaufwärts mit grosser Leichtigkeit, in 25 bis 30 Tagen von Pará bis Manáos, eine Entfernung von 300 Leguas,( 1,980 Kilom.)
Im Innern Brasiliens herrschen im Winter gewöhnlich. Südwinde und im Sommer Nordwinde vor.
п
DAS THIERREICH.
Ungemein reich vertreten in Brasilien ist das Thierreich. Das ungeheure, so zu sagen, alle Climate umfassende, mit Urwäldern, Buschwerk oder Prärien bewachsene Gebiet, ist von einer grossen Anzahl von Thier- Arten bevölkert, von denen viele zur Nahrung des Menschen kostbare Hülfsmittel gewähren, als da sind: der Tapir, der Hirsch, die Paca, die Cutia, das Wildschwein, das Gürtelthier; und unter den Vögeln das Rebhuhn, die Wachtel, das Joó, der Jacú, die Jacutinga, der Macuco, das Mutum, der Nambú und verschiedene Arten Tauben.
Der Ocean, welcher den unermesslichen Küstenstrich bespült, so wie die zahlreichen Flüsse des Landes