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Das Kaiserreich Brasilien auf der Wiener Weltausstellung von 1873
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Hochöfen und dahi

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Hochöfen und and ere setzen die Fabrik mit dem Kalkgebirge und verschiedenen wichtigen Werken schnell in Verbindung.

In kleiner Entfernung von der Fabrik liegen aus­gedehnte Marmorbrüche vorzüglicher Qualität, deren Proben auf der letzten Ausstellung die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Man trägt jetzt Sorge, sie zweckmässig auszubeuten.

rabroile

Bausteine.

Die weite Strecke der brasilianischen Südküste zwi­schen 12-30° B. besteht fast ausschliesslich aus Ur­gebirgen, d. h. dem Marmor von verschiedenartiger Natur und Farbe, mehr oder weniger blätterigem Gneiss, grünem oder schwarzem Diorit, hellem und dunklem Quartzit, dem in breiten Dykes älteren Gebirgen ein­geschalteten Porphyr, und in einigen Gegenden sehr schönen Syenitarten.

Im Innern, wo viele dieser Felsen sich weithin aus­dehnen, zeigen sich zahlreiche Arten von eisenhaltigen Gebirgen, reinem oder eisenhaltigem Sandstein, der für die Bildhauerei oder Polirung echten Marmors vortrefflich geeigneten Kalksteine und schliesslich von Töpferthon in dichten Schichten.

Ohne die Bai von Rio de Janeiro zu verlassen, kann man auf den sie umgebenden Gebirgsmassen eine ansehn­liche Sammlung von dunklen porphyrähnlichen Mar­morarten mit grossen rosenfarbigen Feldspathkrystallen machen, wie z. B. es der Fall ist mit dem Morro da Armação in Nictheroy, dem Felsen auf der Insel Pa­quetá, dem grauen glimmerhaltigen Felsen der Serra do Matheus bei der Eisenbahnstation von Engenho Novo, und endlich den hellen, gelblichen oder rosenfarbigen Felsen in Botafogo.